00:00:01:
00:00:09: Wenn wir über die Zukunft von Agenturen sprechen, reden wir schnell über neue Technologien, erlöstmodelle und neue Kompetenzen.
00:00:18: Aber darunter liegt eine mindestens so große Frage, finde ich.
00:00:21: Nämlich was ist eigentlich die Rolle von Strategie in Agenturen?
00:00:24: Zuletzt habe ich häufig die Rolle der Beratungen in Agentur diskutiert oder auch wie sich das kreative Gewerk weiterentwickelt aber heute möchte ich einen echten Fokus auf das Thema Strategie werfen.
00:00:35: Strategie verlangen das Gewerk des Orientierungschafts, dass Probleme schärft und die Marke einordnet den Markt versteht, die Menschen natürlich versteht Kreativität in gewisser Weise vorbereitet.
00:00:47: Gleichzeitig hat Strategie, das glaubt man kaum.
00:00:49: Aber in vielen Agenturen ein Sichtbarkeitsproblem.
00:00:53: Sie ist eben ganz häufig Bindelitz zwischen Kunde, Kreationen, Beratung, Business und Kultur hat manchmal deswegen auch oder unterliegt der großen Gefahr in gewisser Weise eine Servicefunktion in Agenturen zu werden.
00:01:05: Irre, dass man Strategie und Servicefunctionen jemals in einem Satz sagen würde – aber es ist jetzt passiert!
00:01:10: Genau darüber möchte ich sprechen über das Selbstverständnis von Strategie, auch ganz wichtig über die Ausbildung junger Strategien in Zeiten von AI und über die Frage wie Agenturen das Wichtige, aber ich glaube gar nicht so leicht zur organisierende Feldkaltscham.
00:01:24: in Agenturen wirklich sinnvoll aufstellen können.
00:01:27: Mein Gast heute ist Julia Jarosch, eine Frau für viele Fragen die ich habe!
00:01:42: Und in ihrem wirklich lesenswerten Newsletter, an der Stelle einmal Werbung aber aus voller Überzeugung Misfits and Marchons wer ihn noch nicht abonniert hat sollte das unbedingt tun beschäftigt Julia sich mit Entwicklung als Marketing-Kreativwirtschaft.
00:01:54: die von den Rändern in den Mainstream drängen.
00:01:57: So, lange Vorrede, aber das ist auch ein wichtiges Thema was ein bisschen zinssichtig braucht.
00:02:01: Ich freu mich mega dass du heute da bist und wir das Thema gemeinsam vertiefen!
00:02:05: Ja vielen lieben Dank für die Einladung und das total tolle Intro.
00:02:07: Es ist ja mal schön so etwas über sich selber zu hören und eine tolle Einordnung und ich bin total gespannt heute mich mit dir über diese ganzen Themen die du angerissen hast mich jetzt unterhalten.
00:02:18: Ja mal gucken welchen Weg wir zusammen nehmen Aber du hast es ja im Prinzip... Du hast den Startpunkt gesetzt.
00:02:23: als So letzt unterhielten hast du dieses Wahrnehmungsproblem von Strategie angesprochen und eben auch gesagt, Du wirst furchtbar gern über die Rolle von Strategiesprechen.
00:02:32: Und darauf bin ich total angesprungen weil wenn man so schaut dann denkt man irgendwie alle Briefings werden immer strategischer.
00:02:39: den Kunden geht es um maximale Orientierung um eine Sicherheit die sie brauchen bei super fragmentierten Kanälen, bei Ziergruppen bedürfen sich ändern, zersprengt sind und man sieht auf der anderen Seite, wie viele Strategy Consultancy sich gründen.
00:02:58: Also dachte ich irgendwie Strategie ist ja no-brainer also die müsste ja irgendwie sozusagen mit riesigen Selbstbewusstsein durch die Agenturen laufen.
00:03:06: und jetzt erzähl mal wie bist du?
00:03:08: Wie bist du auf die Tese gekommen oder was hat dich zu der Tese bewegt?
00:03:12: Das ist tatsächlich ganz spannend, weil ich glaube das ist vor allen Dingen im deutschen Markt auch noch ganz unterschiedlich.
00:03:17: Also ich mache es jetzt seit knapp zehn Jahren fast und habe in unterschiedlichen Agenturen Strategie gemacht und er hat über die Jahre auch gemerkt dass der Status quo von Strategien-Agenturen auch ganz unterschiedliche ist.
00:03:29: also wir haben tatsächlich häufig dieses Symptom und ich glaube darüber haben wir auch schon im Vorgespräch gesprochen, dass man Cases präsentiert und wer fehlt auf der Slide die Strategie?
00:03:40: Du meinst im Nachhinein, wenn ich als fertiger Kampagnencase draußen sind und man dank dem Team noch mal oder geht der Credits ab?
00:03:47: Genau.
00:03:49: Das passiert aber nicht überall.
00:03:53: Ich glaube auch der Status von Strategie wird eben unterschiedlich gewertschätzt.
00:03:56: Aber es passiert noch zu häufig finde ich Und das ist nun ein Symptom dafür, dass eben Strategiarbeit natürlich wie du beschrieben hast total wichtig ist.
00:04:05: Alles wird fragmentierter alle suchen Orientierung es gibt viele Business-Probleme und Herausforderungen zu lösen.
00:04:12: aber wenn man jetzt auf Kreativagenturen speziell blickt dann ist es natürlich auch oft ein Teil eines kreativen Produktes eines Kreative Projektes Und vor allen Dingen natürlich auch ganz am Anfang im Prozess.
00:04:24: Das bedeutet, bis wir zu dem Punkt kommen, wo ein toller Case veröffentlicht wird und ein kreatives Produkt da draußen ist, ist der Strategieprozess teilweise schon relativ lange abgeschlossen.
00:04:35: Ich habe das Gefühl, dass gerade diese Definition von Zuarbeit zu Kreation häufig leider noch oft in den Gängen rumgeistert.
00:04:46: Wir brauchen auch ein Sprungbrett oder der schlimmste Wurf wir brauchen einen Vorlauf.
00:04:52: Der ist nicht schlimm per se weil natürlich muss man gute Kreationen und gut Ideen auch gut einleiten.
00:04:57: aber er wird in dem Moment halt schlimm wenn man einfach nur noch irgendwo hinleitet, wo man gar nicht richtig dran beteiligt war.
00:05:04: Und deswegen bin ich ein sehr großer Fan von integrierten Prozessen zwischen Strategie und Kreationen und auch natürlich so lange wie es auch notwendig ist in einem Projekt.
00:05:13: Das bedeutet eben nicht dass wir einfach nur einen Briefing an der Briefingtür abgeben und dann irgendwie rausgehen.
00:05:20: Ich finde das ist total alte Denke aber das passiert natürlich manchmal auch noch und damit nimmt man irgendwie Strategie den Wirkungsraum innerhalb eines Projektes weil Strategien genauso wie Kreationen auch strategisch denken kann, können natürlich auch Strategien viel zum kreativen Endprodukt auch beitragen während des Prozesses und das ist glaube ich total wichtig.
00:05:42: Aber wie gesagt in unterschiedlichen Kontext mal mehr oder mal weniger immer noch tatsächlich der Fall.
00:05:48: Und hast du das Gefühl dass es das Problem mindert?
00:05:52: Wie du eben gesagt hast wenn man stärker in den Prozess insgesamt involviert ist also sich nicht verabschiedet nach dem Gut, nach dem Creative Brief tut man das selten.
00:06:01: Wahrscheinlich ist es schon immer noch ein Check-in in der Gruppkonzeptionsphase aber wahrscheinlich das was du ja letztlich auch als Indiz gezeigt hast und so... Man taucht nicht den Credits auf!
00:06:11: Man ist nicht Teil des Teams, was dann irgendwie in den internen Veranstaltungen genannt wird weil man eben auch schon eine Weile ausgefaded hat also bis hin zum der Pitch Präsentation & Co.
00:06:22: je länger man involviert ist, nicht nur desto besser für die eigene Reputation.
00:06:26: Sondern natürlich auch am Ende für das Produkt, dass es gilt herzustellen oder dann auch zu erzielen?
00:06:31: Absolut total!
00:06:32: Ja, da sind natürlich auch ein bisschen überspitzt gesagt, dass man Briefing heutzutage an der Briefingtür abgibt und dann geht das einfach ohne Strategie weiter.
00:06:38: aber es hilft natürlich so ein bisschen in diesen Szenarien zu denken und ich finde immer... Natürlich geht es um kreative Impulse, um strategische Impulse.
00:06:46: wir müssen quasi die Direktion vorgeben weil wir uns natürlich tief mit den Kunden briefen fängst auseinandersetzen.
00:06:53: Aber die große Frage nach der großen Idee oder einer großen Plattform-Idee ist ja auch die Exekution, also das heißt wie kommt es auf die Straße?
00:07:00: Welche Kanäle bedienen wir?
00:07:02: aus welchen Kanälen herausdenken wir denn diesen Plattformgedanken diese Idee, die wir geschaffen haben?
00:07:07: Wie wird das entlang von Journeys orchestriert?
00:07:11: und vor allen Dingen, wie setzen wir am Ende auch eine Erfolgsmessung für das kreative Endprodukt auf?
00:07:19: Das sind alles Fragen, die nicht zwangsläufig als allererstes beantwortet werden, wobei die Erfolgsmessung natürlich gleichzeitig mit einer Zielsetzung diskutiert wird.
00:07:28: Aber die ganze Frage wie schafft man es denn jetzt eine Idee tatsächlich so auf die Straße zu bekommen dass sie wirkt ist auch eine strategische.
00:07:34: das hat viel mit Kanälen zu tun und das hat viele mit Ökosystemen zu tun.
00:07:38: Das hat auch mit einer Schnittstelle zur Media zu tun Und die können wir Strategien natürlich auch sehr gut ausfüllen.
00:07:44: Ich wollte gerade sagen also der strategische Gewerk ist ja mittlerweile deutlich ausdifferenzierter als nur das Sprungbrett Und ihr vereint ja auch in der Strategie-Unit wahrscheinlich bei Scholz & Pfenze, die du haltest.
00:07:54: Irgendwie unterschiedliche Teilgewerke von Strategie.
00:07:59: Da finde ich es auch spannend immer mal wieder die Diskussion wie sehr sollte man Spezialistin sein und wie sehr ist es doch vielleicht Generalistentum?
00:08:10: Hast Du dann eine gute Balance für Dich?
00:08:14: Das ist eine teilweise spannende Frage, weil tatsächlich habe ich genau in dem Moment auch darüber nachgedacht.
00:08:19: Also wir haben da eine klare Haltung zu.
00:08:21: Wir glauben daran dass man schon den breiten Teil der Strategie Prozesses und das Skillsets abdecken sollte in einer gewissen Art und Weise.
00:08:28: aber ich glaube jeder sollte verstehen in welchen Disziplin Strategie in der Kreativagentur tätig werden kann und natürlich auch ein Stück weit die Themen verstehen soll.
00:08:38: Das heißt nicht, dass es nicht auch Menschen gibt bei uns, die Spezialexpertisen heran.
00:08:43: Aber ich muss glaube ich – und davon fühle mich fest überzeugt wenn ich auf einen Kundentreffe, auf einem Projekt treffe schon verstehe mit was setze ich mich hier auseinander?
00:08:52: Wen brauche ich vielleicht noch am Tisch selbst wenn ich nicht die Spezialexpertise habe?
00:08:56: aber welcher strategische Schritt skillset wird jetzt hier gerade am Tisch benötigt, um eben dieses Projekt bestmöglich zu machen.
00:09:04: Das heißt ich finde einen generalistischen Ansatz total wichtig und gut.
00:09:12: das schließt aber nicht eine spezielle Expertise ehrlicherweise aus.
00:09:15: Ich muss schon verstehen was gibt es denn alles da draußen?
00:09:18: Womit kann ich denn bestmöglich strategisch in einem Projekt arbeiten?
00:09:23: Und selbst wenn ich nicht die Spezialexpertise dort habe, wen muss ich mit an den Tisch holen?
00:09:27: Damit man eben entsprechend das Projekt gut auf die Straße bringt.
00:09:30: Das ist so gehalten.
00:09:31: Ja
00:09:31: und dass ihr Bedarf sieht und versteht.
00:09:33: Wie du sagst, es braucht ja immer diese Menschen.
00:09:35: Ich hab mal diesen schönen Begriff der T-Shaped Profiles
00:09:38: aufgeschnappt.
00:09:39: im Prinzip sagt Du bist sozusagen in deinem Bereich Spezialist aber du bist durch den Balken im T sozusagen So generalistisch zumindest geschult und hast dich weiterentwickelt, dass du die Bereiche rechts und links verstehst.
00:09:52: Und genau verstehst zu welchen Zeitpunkten du sie involvierst in welcher Rolle.
00:09:56: ich glaube auch das ist total wichtig.
00:09:58: Sag mal weil Du das Briefing angesprochen hast wie oft passiert es wirklich?
00:10:03: Weil man sagt ja immer so schön Ja ob das briefing das briefing ist und ob das das eigentliche Problem adressiert.
00:10:09: Das ist ja die eigentlich spannende Frage für uns Agenturen.
00:10:12: und dann nücken immer alle Wie oft kommt es wirklich vor, dass der Kunde sagt, da haben wir so noch gar nicht drüber nachgedacht?
00:10:19: Das ist ein total brillanter Gedanke.
00:10:21: Lassen Sie uns das Briefing skippen, wo über wir uns die letzten vier Wochen den Kopf zerbrochen haben und jetzt machen wir was ganz anderes.
00:10:27: Also kommt das in Realität vor?
00:10:30: Seltener, als ich mir das manchmal wünschen würde und ich glaube es kommt auch immer drauf an wie gut oder wie eng auch so eine Kundenbeziehung ist.
00:10:37: Also man hat ja mit einer eng gewachsenen Kundenbeziehungen auch häufig im Blick auf das nächste Jahr, auf kommende Projekte, auf Themen, auf Herausforderungen Und wir in der Strategie sind häufig natürlich auch so eng mit Kunden im Austausch dass man auch bevor so ein einfach isoliertes Briefing kommt irgendwie schon klar ist welche Themen grob miteinander bearbeitet.
00:10:56: Nächstes und trotz gibt es natürlich Projekte, Kampagnen wo Zeitdruck, wo Budgetdruck hintersteht, wo vier Wochen Entwicklungszeit eines Briefings dahinter stehen und auch ein Stakeholder Abstimmungsprozess beim Kunden dahinter steht, wo man sagt, wenn wir jetzt die Rolle rückwärts machen dann reißen mit Timing, dann reisen wir Budget, dann wird's irgendwie schwierig.
00:11:14: Das heißt, ich glaube die große Kunst ist zum einen natürlich auch aus der Strategie heraus eine Kundenbeziehung aufzubauen indem man in eine Position kommt wo man auch stärker beraten tätig wird also bevor auch Briefings auf dem Tisch liegen.
00:11:30: und ich glaube das zweite Szenario wenn ein Briefing kommt Der andere Gedanke, der vielleicht clever wäre, eben in dem Moment keine Option ist.
00:11:42: Dann gilt es glaube ich innerhalb des Briefings zu schauen wo kann man noch fein justieren?
00:11:48: Wo kann man nochmal innerhalb des Raums, der gesteckt wurde tatsächlich, wie nennt man das, ja Justierung reingehen um das Beste eben entsprechend aus dem Briefing rauszuholen.
00:12:00: aber es ist auch immer wichtig diese Themen zu diskutieren und auf den Tisch zu bringen.
00:12:03: Ich glaube dass auch der Anspruch an Strategie eben entsprechend zu sagen, eigentlich würden wir gerne eine Anrichtung denken.
00:12:09: Das würde vielleicht Sinn machen.
00:12:10: Vielleicht nicht in dem Projekt sondern dann im nächsten Projekt.
00:12:13: also das hinterfragen die Themen aufzubringen und auch aktiv zu beraten finde ich ist ein ganz wichtiger Rolle von Strategie heutzutage.
00:12:21: Absolut du hast eben auch nicht nur den Budgetdruck angesprochen sondern auch den Zeitdruck.
00:12:25: ja
00:12:26: und das ist was was sich auch selber immer wieder in der Agentur merke und wofür man hier immer wieder kämpfen muss und gegenseitig auch überlegen muss.
00:12:34: Ich mit Gewerk räumt man jetzt wie viel Zeit der Samenprozess ein, das ist ja immer so.
00:12:38: die Gretchenfrage und ich glaube auch, dass vor einigen Monaten sagte mal ein Kollege aus der Strategie, ich brauche Zeit zum Denken.
00:12:47: Das war so ein schöner Satz und er hat mich wirklich auch nachhaltig beschäftigt weil es sehr wahr ist.
00:12:51: also du kannst diesen Prozess nicht beschleunigen weil manche Sachen musst ihr erst einmal sacken lassen drauf rumdenken.
00:12:58: Es ist kein Strategies, Effizienter Prozess per se.
00:13:01: Natürlich kannst du dir, es ist sozusagen viel Handarbeit und Methodik dahinter usw.
00:13:08: Und das kannst du ja in gewisser Weise schon dann sagst okay jetzt habe ich die Erfahrung jetzt mache ich das so und so und aber die Frage dahinter ist ja jedes mal neu und ich finde das schwierig.
00:13:16: also habt ihr so ein dass du sagst so das ist mein weiß nicht mein Pareto-Prinzip auf Strategie angewendet.
00:13:25: wenn wir hundert Prozent Zeit haben brauche ich?
00:13:27: davon weiß ich nicht.
00:13:30: Na ja, idealerweise.
00:13:31: Also ich hab witzigerweise, ich glaube gestern Podcast gehört und habe gelernt dass in UK und US teilweise tatsächlich Pareto gilt also Fünfzig Prozent Strategie, fünfzig Prozent Kreation.
00:13:43: Ich glaube das ist im deutschen Markt tatsächlich nicht so verankert.
00:13:48: Das heißt wie du sagst, twenty-zwanzig dreißig Prozent.
00:13:51: wenn ich mich auf irgendwas festlegen sollte dann ist da schon irgendeine gute Hausnummer um zu sagen dafür das es der Strategie Anteil.
00:13:59: Aber idealerweise ist der natürlich auch ein bisschen größer.
00:14:02: Wir wissen aber auch, dass natürlich Zeiten viel weniger werden also Zeiträume für Projekte.
00:14:07: Das heißt man kann sich das gar nicht mehr so stark isoliert vorstellen glaube ich wie vor zehn Jahren.
00:14:13: und man sagt man macht erst Strategie und dann macht man Kreationen sondern man hat ja auch eine gewisse Parallelität in Projekten und Entwicklungsprozessen drin.
00:14:21: und ich glaube da geht es vor allen Dingen darum zu sagen was sind denn eigentlich die Prioritätenpunkte?
00:14:28: arbeiten müssen, damit überhaupt Kreation oder kreativer Lösungsprozess starten kann und welche Themen kann man auch in einer gewissen Parallelität entwickeln.
00:14:37: Das heißt es ist ja kein linearer Prozess mehr wenn wir über das Strategiekreationsverhältnis sprechen.
00:14:43: aber ja also ich sag mal so dreißig Prozent über einen Gesamtprozess das wäre schon tatsächlich glaube ich ein ganz guter Anteil an Strategie
00:14:50: absolut vor allem Kürzlich auch mit einem Pitchberater gesprochen, der sagte.
00:14:54: Also dem Blick auf die Prozesse, die er begleitet wäre es schon so dass insgesamt die Strategie Luft nach oben hätte im Sinne der Qualität der Gedanken und der Tiefe und der Ausarbeitung und der Substanz weil doch immer noch sehr häufig in Fokus auf den Kreativkonzept liegt.
00:15:13: Und ich muss aber auch dazu sagen In Pitchprozessen habe ich das Gefühl Das Zünglein an der Waage ist selten eine super fundierte Strategie, sondern doch immer noch dieses Geschmacksprinzip bei der Kampagne.
00:15:25: Und auch wenn die Kunden die Kampagne gar nicht nachher in den Fümmen-Achzi-Prozent-Erfälle diese Kampanien nie das Licht der Welt erbläht, gehen sie trotzdem immer wieder nach dem Gefühl, ah ja ... Diese Kampanie hat uns jetzt überzeugt!
00:15:38: Und das finde ich irgendwie interessant.
00:15:40: Ja,
00:15:40: ich finde es auch total interessant.
00:15:41: Ich habe mich auf viele Gedanken dazu gemacht und eine Hypothese ist natürlich... In Kreation wird es anfassbar, wird es leicht verständlich und das heißt nicht dass Strategie immer kompliziert sein muss sondern im Gegenteil.
00:15:58: Das ist ja die große Kunst eben auch von Strategie das so zu verpacken, dass es verständlicht nachvollziehbar ist und nicht nur das sondern dass es auch emotional mitnimmt weil was wir ja nicht außer Acht lassen dürfen ist dass wir auch in Pitch Präsentation nicht nur rationale Entscheidungen vor uns sitzen haben sondern auch emotionale Menschen und Storytelling
00:16:19: ist in der Strategie unfassbar wichtig.
00:16:21: Du kannst natürlich den ganzen Deck voll knallen mit irgendwelchen Erkenntnissen aus Analysen von Reports, die alle hätten lesen können.
00:16:29: Aber das was wirklich besonders ist, dass es ja selten sehr direkt eins zu eins aus Zahlen ablesbar oder so offensichtlich, dass keiner entdeckt und es so aufsichtig ist.
00:16:39: gab eine schöne auf der ersten Stratcon glaube ich hat Paula Bloodworth gesprochen, das hast du vielleicht
00:16:45: auch gesehen.
00:16:46: Das hatte mich wirklich sehr beeindruckt als sie sagte es ist eigentlich toll in der Strategie weil man mit so maximaler Naivität zunächst an die Tränen ran gehen kann und ganz im Gegenteil zu dem was viele glauben gar nicht der Klügst im Raum Österreich sondern der oder diejenigen mit den dümmsten Fragen irgendwie einfach völlig völlig naiv da reinzugehen alles zu hinterfragen nichts für gesetzt zu nehmen Und das viel stärker.
00:17:08: Also ich hab manchmal das Gefühl, wir Agenturen wollen so hammerschlau rüberkommen mit allem.
00:17:12: aber wir sind doch eigentlich die, die diese Fragen stellen dürfen weil wir mit so einer Offenheit Neugier der Naivität all das erkunden dürfen.
00:17:18: jeden Tag also von auf der einen Seite Burger bis auf der anderen Seite IT-Services haben wir ja sozusagen die volle Bandbreite ist doch ein Geschenk.
00:17:26: Ich glaube wir selber versuchen uns eigentlich mal in die Tasche zu lügen Und das ist vielleicht auch was, was man den jungen Menschen mitgeben kann.
00:17:32: Also ihr müsst jetzt nicht schlauer tun als ihr seid weil darunter leidet die Qualität eurer Arbeit?
00:17:37: Das glaube ich auch und ich glaube auch.
00:17:38: also ich habe den Vortrag auch gesehen und wir waren mit dem ganzen Strategie-Themen da und wir sind alle sehr inspiriert daraus gegangen.
00:17:45: Also es hat wirklich etwas in uns ausgelöst.
00:17:47: Ich finde auch gerade angesprochen in der Ausbildung des Nachhuchses.
00:17:54: Wir neigen dazu immer für alles sofort eine Lösung zu haben.
00:17:58: Aber wir kommen auch in Räume, wo sehr oft erfahrene Kunden sitzen die sich am besten mit ihrem Produkt und ihren Unternehmen auskennen.
00:18:06: Wir sitzen manchmal im Räum vor allen Dingen wenn wir jünger noch sind mit vielen Menschen die viel mehr Erfahrung in der Branche haben Und auf einmal sitzt man zwischen ganz viele Meinungen und Haltungen.
00:18:17: Und ich finde das Wenigste, was in solchen Meetings ausgetauscht wird sind tatsächlich Fragen und mehr zu erfahren.
00:18:23: Also ich spitze es jetzt auch mal zu.
00:18:25: Es gibt bestimmt auch eine tolle Strategie Kolleginnen und Kollegen in Agenturen die sich das auch zum Prinzip machen.
00:18:31: aber das ist ja eine Kerne Kompetenz unserer Disziplin Dinge zu hinterfragen und eben auch den Mut zu haben einfach zu fragen weil nur dadurch können wir besser werden.
00:18:43: Da sind wir schon fast, du hast eine tolle Überleitung geschaffen zu den zur nachfolgenden Generationen der Strategien.
00:18:50: Weil das eine ist sozusagen die Erfahrung und die geballte Expertise, die da schon im Raum sitzt, die manchmal ja sehr abschreckend wirken kann auf junge Menschen, die sagen ich habe es nicht verstanden aber alle sehen so aus als hätten sie's verstanden.
00:19:01: dann fragen lieber nicht.
00:19:02: Ist ja sozusagen die andere Facette dass Jetzt alle denken, dank AI und ChatGPT als Supersparings-Partner können jetzt eigentlich alles Strategien.
00:19:10: Also ich sag irgendwie du bist ein brillanter UK Creative Planner hast bei den Großen gelernt das hier ist das Briefing macht mir großartige Springboards so und ich wettet mit dir so machen es gerade sehr viele ja
00:19:25: glaube auch
00:19:25: sowohl im Strategie Gewerk als auch nie im Strategies Gewerksitzen und denken sie könnten sich diesen Schritt einfach sparen.
00:19:32: wie führt man Ja, Juniors oder sozusagen auf Junior Level-Kolleg in Andi's Thema ran.
00:19:39: Also habt ihr für euch auch definiert wann nutzt mir diese Tools?
00:19:42: Wozu nutzen wir sie?
00:19:44: Wann behaltet ihr euch so zu sagen das menschliche und auch ein Stück weit das suchende Hinterfragene bei?
00:19:51: Also das ist eine total spannende Frage.
00:19:54: Wir haben das gar nicht so krass ausdifferenziert, wann sollte man?
00:19:57: Wann sollte man nicht?
00:19:58: Ich glaube es liegt aber auch daran dass wir natürlich gerade alle versuchen Workflows mit KI, mit KI-Agenten und mit KI System abzubilden Und auch gerade viel eruiert wird wo funktioniert das gut, wo funktioniert es nicht gut.
00:20:13: Aber in der Ausbildung gerade von Union und ich muss auch ehrlicherweise sagen Auch für mich als Head-of ist es unablässlich, den zwischenmenschlichen Austausch zu haben.
00:20:23: Es gibt bei uns super viele unterschiedliche Formate wo das möglich ist und wo wir auch unterschiedliche Kompetenzen der Strategie schulen weil wir ja nicht nur diejenigen sind die clevere Inhalte erarbeiten sondern wir sind ja auch diejenigen die eine Haltung zeigen Wir sind diejenigen die Dinge hinterfragen.
00:20:40: Das Thema hatten wir gerade Und es sind alles Kompetenz wenn man sie nicht sowieso schon so naturell hat vielleicht sehr extrovertiert auch in der Welt hinausgeht, die man auch üben muss und die man lernen muss.
00:20:53: Und die auch in unterschiedlichen Kontexten gut und mal weniger gut oder mal mit mehr Übergungsbedarf und weniger Übergangsbedarf passieren.
00:21:01: Ich glaube dass diese zwischenmenschlichen Räume um diese Erfahrung zu machen Persönlichkeitsentwicklung wer bin ich denn eigentlich?
00:21:08: Wer bin ich als Strategin?
00:21:10: Was sind die Themen die mich interessieren?
00:21:13: das funktioniert in auseinander mit Themen und Auseinandersetzung und Menschen.
00:21:17: Und deswegen schaffen wir Formate regelmäßig, wöchentlich wo das stattfindet sowohl der Diskurs über vergangene Projekte, über Abcoming-Projekte über Dinge die nicht gut gelaufen sind, aber auch gut gelaufend sind.
00:21:30: Das ist was, was wir regelmäßig machen.
00:21:33: Wir geben unseren Strategien eine Bühne innerhalb der Agentur in den klassischen Montagsmeetings.
00:21:38: Wir hatten es vorhin Der Montag ist ja immer für die ganzen Updates Die großen Runden.
00:21:43: Ich glaube auch die Bühnen sich zu nehmen, sich zu präsentieren und Strategie auch mal in den Vordergrund zu stellen mit Themen Storytelling zu üben.
00:21:54: Das ist eine ganz wichtige Fähigkeit die wird uns nicht von KI abgenommen werden.
00:21:57: natürlich kann ich eine gute Storyline auch mit KI schreiben aber wie würde ich sie erzählen?
00:22:01: Wie ist sie glaubhaft durch mich als Person verkörpert wenn ich wie Paula zum Beispiel auf der Bühne sehe?
00:22:07: was ist meine Art von Storyteling um?
00:22:10: und ich glaube das sind ganz ganz wichtige Kompetenzen unabhängig von KI oder parallel zu KI weiterhin geschult werden müssen, weil ich glaube ein menschliches Urteilsvermögen außerhalb von Frameworks eine Persönlichkeitsentwicklung.
00:22:24: Ein Businessverständnis auch und vor allen Dingen auch eine Motivation und eine Ambition innerhalb der Craft.
00:22:33: die kann man nicht einfach durch
00:22:36: Prompten
00:22:37: oder sich ausgeben lassen.
00:22:38: Aber es ist eine Parallelität von Themen und ich finde beides ist total wichtig, nur wenn wir uns jetzt darauf verlassen dass wir kurze Gewinne über KI Prozesse machen und KI Tools machen dann haben wir glaube ich nach hinten raus das große Problem, dass diese Gewinnen weg bleiben.
00:22:54: Das glaube ich, das ist der Trail.
00:22:55: Da fällt
00:22:55: ja auch kaum eine persönliche Note.
00:22:57: Also wie du eben gesagt hast und das fand ich eigentlich einen ganz schönen Punkt.
00:23:01: Was ist denn meine Persönlichkeit?
00:23:03: Und wie vertrete ich diese Sicht oder welche Sicht und Haltung habe ich überhaupt dazu?
00:23:07: Und das macht genau diese ganz granularen Unterschiede nachher aus.
00:23:12: vielleicht dazu eine persönlichen Frage auf deinem Karriereweg.
00:23:15: also was würdest Du sagen?
00:23:16: weil Storytelling finde ich ein ganz wesentliches Element eines guten Strategen oder einer guten Strategien.
00:23:23: Wer hat dich da inspiriert oder wo hast du es gelernt, wie hast du's gelernt?
00:23:26: Also ist das halt irgendwie hundertmal ausprobieren, neunzig mal auf die Nase sein und dann irgendwann denken ach so ist das.
00:23:34: So mache ich das!
00:23:34: So funktionierts gut.
00:23:36: also wie hast Du dir es drauf geschafft kann man ja fast sagen.
00:23:40: Also ich glaube dass ist super individuell tatsächlich.
00:23:43: Ich muss probieren um zu lernen.
00:23:45: Also ich muss Dinge tun, um dann zu verstehen was funktioniert.
00:23:48: Was funktioniert nicht?
00:23:49: Das heißt das anspezierte... Ich mache das neunzigmal und davon falle ich, keine Ahnung, siebzig mal hin und dann funktioniert es irgendwann.
00:23:58: Das glaube ich ein wichtiger Hebel.
00:24:00: deswegen empfehle ich das auch immer Chancen zu nutzen und zu gucken wie also selber zu verstehen wie funktionieren Dinge kriege ich die audience.
00:24:09: mit meiner story ist es nachvollziehbar dieses ausprobieren und die direkte reaktion zu verstehen.
00:24:14: das glaube ich total wertvoll war für mich total wert voll.
00:24:17: Und natürlich habe ich auch in meinen Stationen bei Agenturen auch immer wieder Menschen getroffen, die sehr gute Storyteller oder Storytellern waren und die mir oftmals unterschiedliche Situationen ermöglicht haben in denen Präsentation und Storytelling stattfindet.
00:24:35: Also es ist natürlich was anderes wenn ich auf einer Bühne stehe und eine große Ballroom-Präse halte als wenn ich jetzt in ein entscheider Gremium gehe und doch noch mal mehr Futter auch auf ne kreative Art und Weise im Storyteling mitliefern muss von den unterschiedlichen Perspektiven und Arten zu lernen, wie Menschen denn... Geschichten erzählen.
00:24:56: Das ist so ein zweites Thema, was mir total geholfen hat.
00:24:59: aber ich bin jemand der machen muss und der auch abgucken kann und dann sehr gut adaptiert.
00:25:04: Den
00:25:04: eigenen Weg findet man?
00:25:05: Ja, glaube ich dir sofort!
00:25:07: Wo nutzt du denn heute AI?
00:25:09: oder wo hast du das Gefühl da hilft es mir wirklich?
00:25:11: und wo hast Du gemerkt?
00:25:12: Ich bin immer wieder in dieses Rabbit Hole gefallen ist zu tun und am Ende hat's mich eine unfassbar viel Zeit gekostet und zum mittelmäßigen Ergebnissen geführt.
00:25:21: Also ich glaube Das größte Potenzial, wo ich AI auslasse aus dem Prozess ist tatsächlich das ganze Thema... kreative Sprungretter, kreativ Richtung.
00:25:37: Das heißt nicht dass ich es komplett raus lasse sondern ich näher mich tatsächlich mit KI dem gesamten Prozess.
00:25:43: aber ich merke das sind am Ende dass sich Themen oder Gedanken aufgreifen aus dem Sparring mit der KI die ich nutze aber die trotzdem dann meine eigene Handschrift bekommen.
00:25:53: weil ich auch häufig jetzt auch KI-Sprungrettern gesehen habe und ich merken immer
00:25:58: wieder man fühlt totales vorhersehbar um.
00:26:02: Ich finde gerade, das ist ja der Unterschied.
00:26:04: Also weiß ich nicht kann sein dass man eine klare Kommunikationsstrategie wenn es um das Aufplan von Kanälen gibt und sobald es das irgendwie gibt möglicherweise sehr effizient lösen kann möchte aber auch nicht vorweg greifen lässt es auch totaler Quatsch genauso wie in anderen Bereichen quatscht das so zu machen.
00:26:22: Aber ich glaube auch dieses besondere dieses kleine Ding was bei den Kreativen etwas auslöst.
00:26:29: Genau, weil wie oft hast du die Diskussion, wirst du es auszumachen?
00:26:31: Man zeigt den kreativen vorher schon mal die Sprungbretter und sagt hier, sag mal tickt das irgendwie bei dir irgendein paar Boxen oder sagst du das eine gar nicht, das können wir gleich abräumen.
00:26:40: und ich habe das Gefühl also wenn das AI-Sprungenbrettern sind dann tickt das bei niemandem.
00:26:45: ja
00:26:46: und das ist vielleicht auch... die persönliche Note, die Haltung all das was du da auch einfließen lässt.
00:26:51: Genau und ich glaube auch und dazu also das würde ich so unterschreiben und dazu kommt auch das wenn und es ist auch sehr subjektiv.
00:26:59: Wenn ich kreative Sprungwetter schreibe dann denke nicht Kreation vor, weil das kann ich gar nicht.
00:27:06: Das macht ja dann die Kreation.
00:27:08: aber ich versuche schon zu verstehen in welche Direktions das gehen könnte und ich glaube auf einen produktiven Dialog und ein Entwicklungsprozess der Ausstrategie und Kreation getrieben ist, kann man sich eben auch nur einlassen wenn es eine eigene Perspektive hat, weil sonst ist es natürlich irgendwie eine Retorte, die vielleicht gut funktioniert mich befähigt, in der Diskussion produktiv auch reinzugehen und mitzuentwickeln.
00:27:32: Und genau deswegen finde ich das Sprung weit und sobald es Richtung Kreation geht, originale Gedanken, persönliche Gedanken dieses gewisse etwas find ich schwierig.
00:27:41: aber ich nutze KI dafür und wie du sagst alles andere.
00:27:44: also wir arbeiten mit synthetischen Zielgruppen.
00:27:46: mittlerweile
00:27:48: erzählen kurz das interessiert nicht wie habt ihr das aufgebaut?
00:27:51: oder Also habt ihr im Prinzip für alle möglichen Kunden gesagt, wir füttern jetzt unterschiedlichste Typen oder ist das je Kunde ein Setup an synthetischen Zielgruppen?
00:28:01: Was mit diesen spezifischen vielleicht auch Clustern und Vorinformationen und Marktzuschnitt und Produkten usw.
00:28:08: schon an Affinitäten vorgefüttert ist damit ihr dann in die richtige Echo-Kammer Genau.
00:28:14: Also es
00:28:14: ist der zweite Fall, wir machen das auch nicht natürlich für alle Kunden aber bei denen wo wir das anwenden ist es so dass es schon sehr spezifisch ist weil wir natürlich auch am Ende des Tages vom generischen Zielgruppen auch wenig entsprechend qualitativ gutes Feedback bekommen.
00:28:29: Das heißt es ist schon spezificer aufgebaut und ich glaube das hilft auch total.
00:28:33: Am Ende des Tags ist es wahnsinnig wichtig dass auch wir trotzdem ein gutes Zielgruppenfeständnis haben.
00:28:38: ne?
00:28:38: Es ist ja dieses Thema Human in the Loop.
00:28:40: Wir haben immer noch viel Halluzination bei Zierruppen mit drinnen.
00:28:44: Das heißt, es braucht immer noch diesen human in the loop um am Ende des Tages auch zu verstehen ist der Output der von der KI oder von der synthetischen Zieruppe kreiert wird auch tatsächlich ein valide Output?
00:28:57: und das ist glaube ich auch etwas wo ich glaube dass strategische Kompetenz, selbst wenn wir die Möglichkeit haben mit synthetischen Zielgruppen zu haben nicht einfach weggeht.
00:29:09: Ich habe in der letzten Studie gelesen von PWC tatsächlich die Unterscheiden zwischen professionellisierten Stellen und demokratisierten Ställen.
00:29:15: Das ist jetzt ein bisschen Konstrukt aber tatsächlich sind ja professionelle Stellen und Position wo eine Fachexpertise mit reinkommt, die nicht so einfach zu ersetzen ist selbst wenn einen Teil der Prozesse KI automatisiert ist und so würde ich tatsächlich auch Strategiekraft einschätzen.
00:29:33: Wir brauchen das, wir brauchen Union the Loop um eben auch an den Punkten wo wir vielleicht mit einem großen Fokus auf KI arbeiten die Fachexpertise reinbringen können, challenging können und gucken können wie arbeiten wir auch mit dem Output dann weiter genau.
00:29:48: Ich glaube auch wie du gesagt hast dass man wirklich auch guckt bei den JuniorInnen wenn sie sich entwickeln.
00:29:55: Da brauchst du diese Hilfestellung und vielleicht aufs eigene Austest.
00:29:58: Und merken komisch, die kommen nie bei der Kreation an.
00:30:01: Woran kann es liegen?
00:30:02: Vielleicht liegt das an der Mittelmäßigkeit der AI-Ergebnis.
00:30:05: aber ich habe auch festgestellt dass ist im Prinzip vorne bei der Aufbereitung von Daten, von Analyse, von irgendwie erkennen von Mustern oder sowas natürlich super hilfreiches weil denkt wahrscheinlich weiß ich nicht wie viel mal schneller als unser Gehirn um wie viele Daten verarbeitet werden können.
00:30:23: also da können wir sicher abkürzen Dann bin ich total bei dir, dann ist es der eigentliche Prozess des wirklich eigenen Gedankens.
00:30:31: Der muss menschlich sein, wenn ihr auch davon überzeugt und wahrscheinlich ist das danach Inspiring?
00:30:36: Ja!
00:30:37: Und so weiß ich das auch von Stefan Friedrich, der hier unsere Strategie leidet, der auch häufig sagt irgendwie ja dass da habe ich mal Inspiring gemacht So, weil also wie du sagst noch mit synthetischen Zielgruppen oder von unterschiedlichen Seiten auch mal gegentreten lassen.
00:30:51: Wie würdest du dieses Konzept auseinandernehmen?
00:30:53: Mit welchen Gründen?
00:30:54: Genau!
00:30:54: Und das ist ja auch total hilfreich.
00:30:56: aber es braucht erstmal was, was du selber erschaffen hast und dann kann man natürlich hinten raus wieder gucken wo gewinnt man wieder Effizienz und und und?
00:31:04: Aber übrigens auch in der Aufbereitung von Charts bin ich habe ich noch nichts gesehen dass das eigene starke Storytelling abkürzen würde an der Stelle, weil am Ende geht es ja gar nicht so sehr darum wie meint ihr das Chart jetzt an sondern welche Gedanken sind da?
00:31:17: und ich mache immer gerne die Übung den Vorlauf gar nicht in Charts zu machen.
00:31:22: Sondern in Zehensätzen auf einem Word-Dokument.
00:31:25: Und dann wenn die stehen kannst du die Charts dazu machen aber die müssen halt total sitzen.
00:31:29: und diese Qualität habe in irgendwelchen Eye-Tools gefunden?
00:31:34: Nee,
00:31:34: ich auch noch nicht.
00:31:35: Und was wir natürlich auch machen, weil du gefragt hast wie arbeiten wir mit der AI und versuchen wir unterschiedliche Perspektiven an den Tisch zu setzen eine Zielgruppe vielleicht doch noch jemand aus einer Creative Team also eben alles abgebildet um unterschiedlichen Perspektive auf erste Themen und Challenges zu bekommen.
00:31:56: aber die große Frage ist ja auch wie bedienen wir entsprechend diese Teams, die wir da synthetisch haben.
00:32:02: Welche Fragen stellen wir denen?
00:32:03: Also wenn ich natürlich reingehe und sage ja jetzt sag mal wie tündest du denn dieses Sprinkboard dann ist es eine sehr flache Frage.
00:32:10: Die grundsätzliche Frage ist auch wie interagieren wir welchen Input geben wir denn auch rein?
00:32:16: Und das macht am Ende des Tages auch die Qualität des Ausputts aus.
00:32:20: Absolut.
00:32:22: Sagt man von AI Das fühlt mich zwangsläufig zum Thema Kalschirm.
00:32:28: Warum ist das so?
00:32:29: Weil Kälscher natürlich auch unter anderem deswegen glaube ich jetzt zu großem Zuspruch findet, weil es eben extrem authentisch ist.
00:32:37: Weil es um echte Menschen und Akteure der eigenen Communities und Kulturen geht.
00:32:43: Und auch da gilt ja das Prinzip, dass Marken, das haben wir hundertfach in allen möglichen Varianten besprochen.
00:32:48: Irgendwie sich nicht sozusagen einfach alles unter Nagel... ...unter die Milgelfrafen was sie da kriegen können sondern eben auch etwas zurückgeben und sich dem auch authentisch nähern um da auch wirklich glaubwürdig agieren zu können.
00:33:01: Wie einfach ist es Kälscher in der Agentur zu organisieren?
00:33:06: Also als Ist es ein Gewerk Ist es eine Kompetenz, die sich als roter Faden durch alle Gewerke zieht?
00:33:13: Hast du den Heiligen Greil gefunden?
00:33:14: Nein.
00:33:17: Aber es gibt ja auch ganz viele kaltere Agenturen raus.
00:33:19: Die würden wahrscheinlich sagen man braucht dafür eine spezifische Hundert- oder eigene Agentur.
00:33:24: Also ich glaube Kalsa ist ein Superwald!
00:33:28: weiterbegriffen und eine ganze lange zeit haben wir glaube ich unter kaltscha oft hip hop kalscher verstanden weil hiphop einfach musik.
00:33:35: kalter hängt auch viel dran.
00:33:37: da ist ja nicht nur die musik drin sondern das hat viel mit identifikation zu tun.
00:33:40: die c-gruppe ist riesig und die
00:33:42: zielgruppe is riesig.
00:33:43: also wenn man sich die charts über die letzten jahre angeguckt hat dann war natürlich hiphop kultur da ist hiphop culture einfach ein super relevanter faktor.
00:33:49: uns macht natürlich dann auch sinn wenn man die spezial kompetenz hat in haus oder in einer eigenen agentur dass auch vorne aufzuschreiben und ganz klar entsprechend so nach vorne zu stellen in der eigenen Unit.
00:34:04: Ich finde, es gibt unterschiedliche Herangehensweisen die aber alle zu zielen führen und aus unserer Perspektive ist es so.
00:34:13: Und aus meiner Perspektiv ist es So das Kailscher nicht nur eine abgeschlossene Unit sein sollte sondern am Ende des Tages grundsätzlich bei Marken mitgedacht werden sollte weil Community und Ecosystem außerhalb von Produkten rund um Marken zu bauen einfach Nicht zwangsläufig nur das Thema ist wie besetzen wir denn eigentlich Hip-Hop Kailsche Sondern Einfach ein größeres Thema was im besten Fall eben auch markenstrategisch angelegt ist und nicht nur als Add-on innerhalb von Kampagnen oder innerhalb von Sonderprojekten stattfindet.
00:34:41: Deswegen bin ich ein großer Fan davon, natürlich Menschen mit Kalcher Expertise und einem klaren Fokus auf Kalcher zu haben.
00:34:50: aber das heißt nicht dass sie dann irgendwann an Bord kommen sondern im besten Fall denkt man solche Themen auch von Anfang an mit wenn man über Markenausrichtungen, über Challenges des nächsten Jahres spricht, über Business Herausforderung spricht weil es ein grundlegendes Thema ist.
00:35:04: Wie du sagst, das ist ja die Gegenbewegung zu diesen ganzen synthetischen Digitalen und es ist eine Parallelität dieser beiden Welten.
00:35:11: Aber natürlich richtet sich der Fokus im Marketing sehr stark auf diese Experiences Identifikation Werte mit denen sich Zielgruppen identifizieren und der Frage wie schaffe ich das dann eigentlich für meine Marke sinnvoll und glaubhaft auch zu nutzen?
00:35:29: Merkst du das schon in vielen Briefings der Kunden, dass sie eigentlich im Ergebnis auf mehr Kaltscher im Marketing zielen?
00:35:38: Also verändern sich Briefings.
00:35:40: Nießt du das raus?
00:35:41: Na, ich weiß gar nicht ob sie sich so verändern weil dieses Kälschert-Thema ist schon sehr lange präsent.
00:35:46: also ich glaube schon dass es häufiger und größer drauf geschrieben wird in der letzten Zeit eben weil es der Gegentrend zu all dem ist was digital stattfindet.
00:35:55: Und es geht natürlich auch an den Entscheidern und entscheidern nicht vorbei und das predigen wahrscheinlich auch Argenturen vielen Projekten, vielen Kunden-Meetings.
00:36:06: Bestimmt!
00:36:06: Ich glaube da mal zu Recht werden wir auch nicht müde das zu
00:36:09: tun... Ne genau also zu recht, das finde ich nämlich auch und deswegen glaube ich dass es schon größer drauf geschrieben wird.
00:36:19: Ich finde aber es wird immer noch zu stiefmütterlich behandelt ehrlicherweise.
00:36:23: Also meine Wahrnehmung ist und ist auch super subjektiv, dass viele Kälscher wollen Aber diese strategisch und langfristige Verankerung von Calcha immer noch eine Herausforderung ist.
00:36:34: Du meinst, dass man auch den Aktivitäten und der Positionierung in unterschiedlichen Communities über lange Zeit treu bleibt um eben diesen Glaubwürdigkeitspunkt machen zu können?
00:36:43: Also das es eher so ein bisschen Stipfvisiten-Modus hat?
00:36:45: Ja glaube ich immer noch.
00:36:47: also ich glaube da wird schon lange gepredigt.
00:36:50: Ich erinnere mich an Kollegen die oft auch sagen muss was in die Calcha zurückgeben in die Community zurück geben damit es auch eine Community wird.
00:36:57: Aber aus meiner Erfahrung wird es trotzdem höflich noch stiefmütterlich behandelt, dass man wirklich sagt naja wir machen jetzt einen längerfristigen Ansatz wo wir uns auch überlegen was können wir denn wirklich zurückgeben?
00:37:07: und ich finde dahinter steckt eigentlich noch eine viel spannendere Frage.
00:37:10: Was ist dann im Kern eigentlich unser Businessmodell?
00:37:13: Was hinter quasi Kalsa und der Infrastruktur die wir aufbauen steht?
00:37:18: Und diese Gedanken sind zeitintensiv und sie sind auch kostenintensif und dementsprechend ist es vielleicht manchmal einfacher Kampagne oder Community Aktivierung in einem kleinen Rahmen, im taktischen Rahmen nachzudenken.
00:37:34: Als jetzt die große strategische Prozess anzustoßen.
00:37:38: Jetzt hast du vorhin gesagt es gibt ja viele Ab-Ableger oder Agentur Neugründungen, die sich auf das Thema cultural marketing diskutiert haben.
00:37:47: Es gibt aber auch viele Agenturen wie eben beispielsweise Scholzenfans und viel andere, die auch schon eine ganze Weile am Markt sind.
00:37:53: also Einfach ist es, diese Culture-Denke in Agenturen zu bringen.
00:38:01: War die vielleicht immer schon da?
00:38:03: Hat sich dann nur am Ende durch die Art, die Fragmentierung der Kanäle, die Assetschlachten und all das nur verschoben oder war's eine Zeit lang verdeckt?
00:38:13: Ich glaube, das Thema ist schon immer auch... bei Scholten Friends da gewesen, wenn ich jetzt mal das Beispiel Scholzen Friends nehme oder bei anderen Agentur die jetzt nicht in der spezifischen Culture Unit haben.
00:38:24: In den Agenturen bei uns sitzen Menschen, die sich intensiv mit dem Thema Culture auseinander setzen und das auch schon immer.
00:38:33: sie sitzen vielleicht aber nicht zusammen Oder sie sitzen vielleicht nicht auf den richtigen Projekten oder auf den Kunden, wo da stärker keinen Fokus rückt.
00:38:42: Also ich glaube die große Herausforderung ist tatsächlich die Menschen zu finden, die sich sowieso schon nativ mit dem Thema auseinandersetzen, die Ambitionen haben das Netzwerk vielleicht auch haben und die entsprechend zusammenzubringen, auch innerhalb einer nicht spezifisch aufgestellten Kälscher Agentur wie es... große Agenturen zum größten Teil sind.
00:39:02: Aber ich glaube, es gibt sie ja und ich weiß dass es sie gibt ehrlicherweise weil die haben wir natürlich auch.
00:39:08: aber die Kunst ist sie eben zu rümmen zusammenzubringen und die Kunst das auch entsprechend die richtigen Projekte die richtige Prozesse aufzusetzen damit dieses Thema auch in Agenturen die nicht spezifisch aufgestellt sind auf die Straße kommen.
00:39:23: Welchen Tools nutzt du aus der Strategie heraus egal ob digital oder nicht um eine Ableitung zu treffen für welche Marken, welche Kultur und Communities relevant sind?
00:39:39: Also wir gucken da aus unterschiedlichen Perspektiven drauf.
00:39:41: Natürlich kann man sich immer ganz gut die Zielgruppen bauen in Datatools und mal gucken stecken denn die Potenziale was interessiert ihr dann eigentlich?
00:39:49: aber ich glaube es ist richtig spannend wird's erst wenn man auch so ein bisschen qualitativer reingeht.
00:39:53: das bedeutet beispielsweise Social Listening ist ein ganz ganz wichtiges Tool um zu verstehen in welchen Konversationen, in welchen Communities bin ich denn vielleicht schon als Marke unterwegs?
00:40:04: Wie viel Potenzial steckt dahinter.
00:40:06: Was sind denn eigentlich vielleicht schon Verhaltensweisen im Communitys die mit meiner Marke connectet sind, die man aufbauen kann und die man eben amplifizieren kann?
00:40:16: Und natürlich kann eine Kulturentscheidung treffen auf grundsätzlichen Musikgenres oder Gaming oder Musik oder Extrem-Sport oder Musik.
00:40:25: aber die wichtigste Frage ist doch Wo findet denn eigentlich die Marke, für die ich arbeite schon statt und gibt es dort Anknüpfungspunkte aus der Culture heraus, die man nutzen kann um Culture zu amplifizieren.
00:40:37: Und so auch nicht erst eine Glaubwürdigkeit teuer zu schaffen sondern eine Glaubwürdigkeit aus bestehenden Communities heraus aufzubauen.
00:40:45: Deswegen finde ich Social Listening und zu verstehen... Ich bin manchmal einfach ohne Social Listening tief bei Reddit unterwegs weil das natürlich ein toller Kanal ist eben allen anderen Social-Kanälen, aber wo man sehr viel lesen kann.
00:40:57: Tief eindringen und verstehen kann, womit setzen sich denn auch Communities auseinander?
00:41:02: Und wie findet die Marke entsprechend dort statt?
00:41:04: Ich
00:41:05: finde ihr auch super spannend!
00:41:06: Sag mal so ein Reddit Use Case dem du als Strategin also weiß ich nicht sagst du... Produkt X, weiß ich nicht, Konserve oder
00:41:14: sowas
00:41:15: zu bewerben.
00:41:16: Und jetzt will ich mal wissen wie Leute über Konservenprodukte diskutieren und dann suchst du danach gezielt?
00:41:21: Oder wie gehst du davor?
00:41:22: Ja das ist unterschiedlich.
00:41:23: also wenn ich natürlich sehr eng am Produkt bleiben möchte, dann gucke ich mir, wenn wir jetzt Konserve nehmen, nämlich gucke... Nehmt mir einen Subreddit über Konserven an!
00:41:33: Aber wenn ich zum Beispiel eine spezifische Marke dahinterstehen habe, dann versuche auch natürlich zu gucken, wie wird die Marke auf Reddit diskutiert.
00:41:39: Das heißt sich für so beide Einflug schneisen zu machen.
00:41:42: Und dann ist Konserve ja auch zum Beispiel sehr stark zu Convenience Connected, also man kann auch das Convenience Thema auch nochmal viel stärker sich angucken.
00:41:50: ich würde mich immer so aus unterschiedlichen Perspektiven nähern zum einen aus Produktperspektive, aus Markenperspektives aber dann eben auch aus diesem größeren Metathema was drum herum steht was entweder aus einem emotionalen Metathemer kommt oder aus einem Usage-Thema oder was auch immer dann quasi an dem Produkt dran hängt und aus den Perspektiv... dann, glaube ich schon relativ viel gute Insights wie denn eigentlich entweder das Produkt zu positionieren ist welche Themen da dranhängen wie es vielleicht schon diskutiert wird oder auch nicht.
00:42:20: Ich stelle mir die ganze Zeit die Konserve vor aber ja also Ich komme aus unterschiedlichen Perspektiven.
00:42:26: Und ich glaube, das ist auch der Spannende und es hat mich immer in meiner Strategiarbeit angetrieben, Dinge herauszufinden und zu gucken, welche Wege sind denn die Cleveren und die Guten sich einem Thema anzunähern?
00:42:38: Deswegen ist auch das tiefere Eintauchen im Community damit verbunden, dass ich erst mal anfange zu explorieren, aus welchen Perspektive kann man sich da nähern und welches Apprentz gibt ich rein!
00:42:50: Apropos Explorieren, ich habe es ja vorhin im Intro kurz gesagt.
00:42:53: Du hast seit einigen Monaten einen eigenen Newsletter?
00:42:57: Ja!
00:42:59: Wie gehst du davor?
00:43:00: also erstens wie kam's irgendwie zu der Idee denzumachen?
00:43:04: und dann irgendwie entscheidest du wie kuratierst du welche Inhalte kommen rein schaffst du dir auch den Überblick weil das ja aus unterschiedlichsten Feldern jeweils aktuelle Themen mit starken Brandbezug sind.
00:43:16: Wie kommst du an diese Beispiele?
00:43:18: Also hast du ein ASS-Feed, der dich jeden Morgen erschlägt mit tausenden Treffern aussehen oder wie ich ging?
00:43:28: Ich kann ja kurz was zur Idee erzählen.
00:43:30: Die Idee ist entstanden weil ich so einen ganz wilden Lebenslauf habe also ich mache schon lange Strategie und bin schon lange in der Kommunikation unterwegs.
00:43:37: aber davor hab' ich mal... Kunst- und Kunstgeschichte studiert, danach war ich mal im Musiklabel.
00:43:42: Also es gibt so ganz viele Interessensfelder die immer um mich herum geschwitzt sind.
00:43:47: Und Mrs.
00:43:48: Margins ist für mich eigentlich mein zweiböchentlicher Reminder, mich auch mit diesen Themen regelmäßig auseinanderzusetzen weil das geht natürlich in alltäglichen Arbeiten schonmal dass auch Themen aufkommen die mich privat also aus dem kulturellen Bereich interessieren Aber natürlich nicht immer, das heißt eigentlich ist mein persönlicher Reminder tiefer auch mal in Themen reinzugehen die mich immer interessiert haben.
00:44:13: Und dann muss man aber auch sagen dass Kultur, also die Kulturbereiche und die Varianz an Kulturbereichen, die ich da abbilde.
00:44:20: Natürlich immer was auch mit Marketing oder Business zu tun haben weil es geht grundsätzlich ja darum zu gucken welche Bewegungen gibt es da draußen?
00:44:28: Die eine Gegenbewegung zu dem Mainstream gerade aktuell sind und damit meine ich nicht aktuelle Trends, die vielleicht eine Woche gültig sind sondern grundlegende Veränderungen das Potenzial haben, was in dem jeweiligen Markt zu verändern.
00:44:43: Und das finde ich eine spannende Perspektive weil diese Perspektiven mir ganz oft auch in strategischen Arbeiten hilft.
00:44:48: und für mich ist es dann auch gleichzeitig so ne Gehirnübung ehrlicherweise, mir diese Themen rauszusuchen um für mich inhaltlich zu bearbeiten
00:44:56: Und wie kommst du zu denen?
00:44:58: Oder wie kommen sie zu dir.
00:45:00: Ja, ich bin ja... Es gibt so einen Satz der mein Arbeiten prägt und das heißt Prepare Slow Execute Fast.
00:45:05: Das heißt es sind tatsächlich Themen die immer mal wieder in meinem Feed auftauchen, die mir über die zwei Wochen begegnen.
00:45:11: Ich speichere mir das immer alles ab Und dann gibt es so ein, zwei, drei Tage wo ich wirklich in die Themen rein gehe gucken.
00:45:17: Was steckt denn eigentlich da drin?
00:45:18: In der tieferen Recherche auch eintauche und dann auch entscheide welche drei Picks ich quasi hohe Newsletter behandle und aus welchen Perspektiven man das denken kann.
00:45:29: Es ist gleichzeitig auch eine Übung mich selber zu challenge'n und zu gucken welche Haltung habe ich dann eigentlich zu den Themen.
00:45:35: also das heißt es ist eigentlich mein kleines Übungslab konträr zur ganzen KI-Entwicklung auch meinen Gehirn weiterzutrainieren und zu gucken, was ist meine Haltung?
00:45:44: Was sind meine Perspektiven?
00:45:46: Und was liegt eben außerhalb von klassischen... Werbe Briefings da draußen, die nicht nur Alltag sind.
00:45:52: Aber natürlich häufig auch.
00:45:53: Das ist eigentlich eine schöne Aufgabe an Junior-Strategien oder das.
00:45:59: also sie müssen ja nicht direkt publizieren aber das letztlich auf wie so eine Art Lab zu nutzen für sich um auch für dich letztlich zu gucken auf welche Themen kommen die und vor allem zu trainieren.
00:46:10: welche Haltung habe ich dazu?
00:46:11: Also das fand ich eben extrem stark.
00:46:13: nochmal Eine Haltung, eine Meinung zu den Trends.
00:46:17: Zu den Entwicklungen, zu definieren und darüber ja auch über die Formulierung der Gedanken Storytelling zu betreiben.
00:46:23: Du bringst jetzt eine Persönlichkeitsmaus im Blick auf dem Markt, ob die Brands oder die handelnden Akteure für dich total interessant sind als Gedanke.
00:46:30: Das haben wir tatsächlich auch im Kleinen etabliert.
00:46:33: Also ehrlicherweise war das Format in einer Agentur schon da, bevor ich mir überlegt habe, dass wäre ja... Dann mache ich ein Newsletter draus!
00:46:39: Das mache ich doch für mich
00:46:40: so.
00:46:40: Danke, dem hab' ich auch schon.
00:46:43: Nein Quatsch.
00:46:44: Also tatsächlich machen wir das jede Woche so.
00:46:46: Das hatte ich gesagt in den Montagsrunden, dass wir dem gesamten Team die Bühne bieten über ein Thema der Woche zu sprechen.
00:46:54: Das Ganze nennt sich Strategy Snack und das ist nur ein Thema was sie für sich quasi die Woche spannend fanden.
00:47:01: Das wechselt immer durch und natürlich geht es dann auch mit einer Haltung, mit einer Empfehlung, mit was kann man daraus mitnehmen einher?
00:47:09: Und deswegen ist es so ein bisschen tatsächlich, wo ich dachte ja eigentlich kann ich das auch irgendwie für mich nutzen um mich selber zu challenging.
00:47:17: Und dann habe ich den Schritt gemacht und gesagt, wenn ich das schon mache, kann ich es auch eigentlich gleich publizieren.
00:47:22: Absolut!
00:47:23: Aber ja genau, das ist nämlich der Kern eigentlich wo ich glaube dass JuniorInnen aus Bildung wirklich wichtig ist.
00:47:31: alle sagen immer Praxis.
00:47:32: aber was heißt denn Praxis?
00:47:33: Ich glaube Urteilsvermögen sind ein wichtiges Thema.
00:47:35: Haltung entwickeln Persönlichkeit entwickeln Business Verständnis zu entwickeln Das sind die Themen die eine Ausbildung für mich praxisnäher sind und dafür braucht Übungen oder Formate daraus Möglichkeiten einfach.
00:47:48: Guck mal, jetzt hätte ich eigentlich als Abschlussfrage gefragt was?
00:47:51: welchen Tipp gibt es zu jungen Strategien?
00:47:53: heute nicht?
00:47:53: Aber das hast du jetzt vorweg genau!
00:47:55: Jetzt habe ich mir aber noch spontan natürlich noch etwas anderes aus dem Amel gestellt.
00:48:00: Was sind so drei Sachen die Du als Strategin wirklich schlecht findest?
00:48:05: oder wo Du sagst Ich wünschte mir Es würde anders gesehen Es wäre anders Egal ob in Agenturen Konstellationen, Operating Models.
00:48:14: Einfach wo du sagst wenn wir diese drei Dinge ändern könnten was wäre das für ein geiler Job?
00:48:21: Ich glaube tatsächlich so ein bisschen Anteil von Strategie.
00:48:26: also ich habe mir von einem Wunschprozentzahl gesprochen.
00:48:31: Manchmal haben wir die Chance, manchmal nicht.
00:48:33: Aber ich würde gerne den Anteil von Strategie im Gesamtprojekt Prozess hochfahren.
00:48:37: Ich glaube es ist total wichtig.
00:48:38: damit einher geht auch ein bisschen mehr Zeit.
00:48:40: Ich denke gute strategische Gedanken brauchen nicht sechs Wochen aber sie brauchen zumindest mal eine zwei Nächte wo Sie liegen dürfen und dann weiterentwickelt werden dürfen.
00:48:50: Und das dritte?
00:48:52: Tja!
00:48:52: Das ist ne gute Frage.
00:48:56: Gibt es AIR?
00:48:57: Das ist vielleicht nur nen Endpunkt... Häufig wird er gesagt, naja als wir noch Retainer-Modelle hatten, hatten wir als Strategien die Möglichkeit uns viel tiefer in die Themen ja auch so rein zu fressen.
00:49:07: Weil es sozusagen eine Steady Beschäftigung mit den Themen gab.
00:49:11: und jetzt ist es häufig so ein Kunde kommt dreimal im Jahr sagt Jetzt habe ich hier einen Carmanian Briefing und danach tauchen alle wieder ab.
00:49:18: Hast du das Gefühl es macht strategische Arbeit?
00:49:20: schwieriger oder man muss sie eben anders organisieren, um wieder schneller reinhüpfen zu können?
00:49:24: Ja auf jeden Fall.
00:49:26: Also ich glaube eine gewachsene Kundenbeziehung und das bedeutet auch ein konstanter Austausch.
00:49:32: Strategiekunde ist natürlich ein total wichtiges Thema, um nicht an drei Punkten im Jahr reingeholt zu werden und dann aber erst mal wieder aufholen zu müssen was waren denn die internen Entwicklungen?
00:49:42: warum kommen wir an den Punkt wo steht ihr denn gerade?
00:49:45: Das hilft glaube ich total!
00:49:48: Aber während des ist mir noch ein drittes Thema eingebaut gefallen, was ich gut finden würde.
00:49:52: Ich glaube, Strategie ist eine wahnsinnig wichtige Disziplin um neue Geschäftsfelder zu entwickeln und ich glaube, mir Zeit wünschen Kunden unabhängig oder auch Kunden das viel mehr zu betreiben.
00:50:10: Das ist noch ein drittes Thema... Also du
00:50:13: meinst Neue Geschäftsmodelle oder Erlös, Säulen für Agenturen?
00:50:18: in Beziehung zu ihren Kunden.
00:50:19: Genau,
00:50:20: genau.
00:50:21: Guck mal!
00:50:23: Ich glaube nämlich das Potenzial steckt da und ich glaube das Interesse steckt auch nicht bei allen Strategien.
00:50:29: Wir haben unterschiedliche Expertisen, unterschiedliche Interessensfeldern aber das Potential steckt ja nicht alleine beider Strategie, aber Strategie kann dafür Motor sein.
00:50:39: Und ich glaube es ist total wichtig im Zukunft.
00:50:41: Schöner Impuls zum
00:50:44: Schluss.