Wie wird aus Hype Business? | Philipp Zwez & Verena Sudarić-Hefner
Thema: Wie wird aus Hype Business?
„Hype entsteht nicht durch maximale Reichweite, sondern durch eine kleine Gruppe, die sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzt und es weiterträgt.“
In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Verena Sudarić-Hefner und Philipp Zwez, Co-Founder von PIERCE, darüber, wie aus kurzfristigem Hype langfristiger Wert für Marken entstehen kann.
Verena und Philipp bringen dabei ihre langjährige Erfahrung aus dem Entertainment-Business ein. Aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Universal Music haben sie vor allem eines mitgenommen: Marken konkurrieren heute nicht mehr nur mit anderen Marken um Aufmerksamkeit, sondern mit Creatorn, Musik, Gaming und Entertainment. Statt möglichst schnell maximale Reichweite zu erzeugen, setzen sie deshalb auf Mechaniken, die zunächst Superfans aktivieren und sich von dort aus selbst verstärken können. Hype ist für sie dabei kein Ziel an sich, sondern im besten Fall der Ausgangspunkt für nachhaltiges Markenkapital.
Im Gespräch geht es außerdem darum, was echte Kollaboration von einer klassischen Kooperation unterscheidet. Marken müssen einen glaubwürdigen Mehrwert für eine Community schaffen und bereit sein, Kontrolle abzugeben. Nur so können gemeinsam mit kulturellen Partnern Ideen entstehen, die Menschen freiwillig sehen, teilen und weiterentwickeln wollen. Entscheidend ist dabei eine klare Rolle der Marke, die auch über einzelne Hypes hinaus Bestand hat.
Auch das Agenturmodell von PIERCE folgt diesem Gedanken der Kollaboration. Statt Größe zum Selbstzweck zu machen, halten Verena und Philipp ihr Kernteam bewusst klein und stellen je nach Idee die passenden Expertinnen und Experten zusammen. Strategie, Kreation, Projektführung und Partnerships bleiben im Kern, weitere Kompetenzen kommen flexibel hinzu. Ein Modell, das zeigt, warum künftig nicht unbedingt die größte Agentur im Vorteil sein muss, sondern diejenige mit dem richtigen Netzwerk.