Wie skaliert man Markenklang? | Hans Landwehr
Thema: Die Zukunft der Sounding Agentur
„Du hältst ein Stück der Seele eines Menschen in den Händen, wenn er dir seine Musik anvertraut. Damit muss man sehr sorgfältig umgehen. Und genau das gerät heute zunehmend in den Hintergrund.“
In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Hans Landwehr, Gründer von TRO und Sonica, darüber, wie sich das Geschäft von Soundagenturen verändert, wenn Musik, Stimmen und Produktion durch neue Technologien immer leichter verfügbar werden. Hans beschreibt, warum Sonic Branding heute weit über das klassische Soundlogo hinausgeht und Marken über immer mehr Touchpoints hinweg einen konsistenten Klang brauchen. Gleichzeitig steigt aus seiner Sicht der Anspruch an kreative Exzellenz: Gerade wenn Technologie Mittelmaß einfacher verfügbar macht, gewinnt die Qualität des eigentlichen Werks an Bedeutung.
Am Beispiel von TRO zeigt sich, wie sich damit auch die Wertschöpfung verschiebt. Studioleistungen werden teilweise weniger gefragt, während Beratung, Markenverständnis und technologische Lösungen wichtiger werden. Mit Sonica hat Hans deshalb eine Plattform mit aufgebaut, über die Marken Sound, Voice und Musik effizienter selbst steuern können. TRO liefert dabei weiterhin die kreative und strategische Grundlage, während Technologie Prozesse skalierbarer und im Alltag leichter nutzbar macht.
Ein zentraler Punkt ist dabei die Rechtssicherheit. Gerade bei synthetischen Stimmen, Musik und internationalen Anwendungen müssen Nutzungsrechte und Freigaben von Anfang an mitgedacht werden. Hans beschreibt, warum Technologie Marken zwar mehr Freiheit in der Umsetzung geben kann, diese Freiheit aber klare Regeln braucht. Die Zukunft der Soundagentur liegt für ihn deshalb nicht in der Entscheidung zwischen Kreation oder Technologie, sondern in einem Modell, das beides sinnvoll verbindet.