What's Next, Agencies?

What's Next, Agencies?

#105 mit Sven Dörrenbächer & Daniel Koller, Gründer von C_SR

#105 mit Sven Dörrenbächer & Daniel Koller, Gründer von C_SR

„Das Faszinierende an den momentanen Demonstrationen gegen Rechtsextremismus ist, dass Menschen mit völlig unterschiedlichen politischen Ansichten gemeinsam auf die Straße gehen. Da steht ein Union-Wähler mit 'Scheiß Nazis'-Schild neben einem Linken-Wähler mit 'Remigriert euch ins Knie'-Schild. Ich wünsche mir, dass wir als Branche davon etwas lernen und es in Zukunft schaffen besser zusammenarbeiten.“

In Zeiten globaler Krisen sind Solidarität, Ehrenamt und Zusammenhalt wichtiger denn je. Doch mit jeder Krise wächst die gesellschaftliche Spaltung und Populisten arbeiten gezielt gegen NGOs und eine selbstbestimmte Zivilgesellschaft. Um unsere Demokratie und Freiheit zu schützen, wurde die Initiative C_SR (Creative Social Responsibility) ins Leben gerufen.

Heute ist der offizielle Start der Plattform für kreatives Ehrenamt. Passend dazu spricht Kim Alexandra Notz in der neuesten Folge von #WhatsNextAgencies mit den Initiatoren Sven Dörrenbächer und Daniel Koller über das Thema Creativity for Good.

Die Gründer teilen ihre Vision, NGOs mit kreativen Talenten aus der Kreativ- und Medienbranche zu vernetzen. Das erste Hauptthema der Initiative ist der Schutz unserer Demokratie - ein unschätzbarer Wert in der heutigen Zeit.

Aber wie funktioniert das Ganze? Auf der Plattform können ab sofort NGOs ihre Briefings veröffentlichen, auf die Kreative ihre ehrenamtliche Unterstützung anbieten können. Dabei steht nicht die nächste Goldidee, sondern das Streben nach einem Ziel, das größer ist als wir alle, im Vordergrund.

Die beiden stellen auch einige der beteiligten NGOs vor und erzählen mehr über die Finanzierung von CSR. Denn mittlerweile sind bereits über 70 Förder-Partner aus der Medien- und Kreativbranche mit an Bord. Am Ende teilen sie ihre Learnings aus dem Projekt, die nicht nur inspirieren, sondern auch noch einmal zum Handeln auffordern.

#104 mit Daniel Adolph, Independent Brand, Marketing & Pitch Consultant

„Die Beratung ist die verlorene Säule der Werbung.“

In dieser Folge von #WhatsNextAgencies hat Kim Alexandra Notz den Independent Brand, Marketing & Pitch Consultant Daniel Adolph zu Gast. Mit mehr als 17 Jahren Erfahrung in verschiedenen Führungspositionen bei Jung von Matt bringt Daniel wertvolle Einblicke mit, die er nun als Selbstständiger mit Unternehmen und Agenturen teilt. Sein Antrieb? Die Arbeit auf beiden Seiten zu verbessern.

Deswegen steht diese Folge auch ganz im Zeichen des Bessermachens. Im Gespräch gibt Daniel Einblicke in die Herausforderungen, mit denen Agenturen häufig konfrontiert sind, wie die Bedrohung durch künstliche Intelligenz, Pitch-Prozesse und insbesondere den Verbesserungsbedarf in der Beratung. Daniel betont die Notwendigkeit klarer Rollen und einer fundierten und starken Beratung, insbesondere in kleineren Agenturen. Darüber hinaus teilt er, dass er durch seine Selbstständigkeit eine höhere Wertschätzung seitens der Kunden erfährt und gibt Tipps zur Verbesserung der Kunden-Agentur-Beziehung.

#103 mit Juri Schnöller, Gründer und GF von Cosmonauts & Kings

„Das System ist überfordert, die Politik ist überfordert. Es gibt keine Antworten, kein Playbook.“

Die digitale Revolution hat neben Chancen auch Risiken geschaffen. Fake News, Deepfakes und Manipulation im Netz gefährden die Wahrheit, die Meinungsbildung und die politische Partizipation. Welche Rolle kommt der politischen Kommunikation heute zu? Welche Wege kann sie gehen? Und müssen Marken und Agenturen heute politisch Stellung beziehen?

Darüber spricht Kim Alexandra Notz in dieser Folge von #WhatsNextAgencies mit Juri Schnöller, dem Gründer und Geschäftsführer von Cosmonauts & Kings, der ersten Agentur für datenbasierte und digitale politische Kommunikation in Deutschland.

Im Gespräch erzählt Juri von seinem beruflichen Werdegang, der 2012 mit der Mitarbeit an der bahnbrechenden Obama-Kampagne in den USA begann. Später arbeitete er für die CDU und war maßgeblich an der Social Media Kampagne von Angela Merkel beteiligt. Diese Erfahrungen inspirierten ihn schließlich 2016 zur Gründung von Cosmonauts & Kings, um die Lücke zwischen Politik, Kommunikation und Technologie zu schließen.

Heute arbeitet die Agentur für politische Parteien, NGOs, Initiativen und andere öffentliche Auftraggeber. Juri erläutert, wie sich Agenturen im Bereich der politischen Kommunikation differenzieren und wie sie mit Herausforderungen wie hohen Eintrittsbarrieren, begrenzten Akteuren sowie knappen Budgets und Margen umgehen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wirft Juri einen kritischen Blick auf die negativen side-effects der technologischen Entwicklung für unsere Gesellschaft: zunehmende Fragmentierung der Medienlandschaft, Filterblasen, Desinformation und Einsamkeit. Insbesondere betont er die Gefahr der politischen Instrumentalisierung von Plattformen wie Youtube und TikTok durch Populisten. Dabei wird TikTok aufgrund seines chinesischen Eigentümers als potenzielle Gefahr für Desinformationskampagnen gesehen.

Abschließend gibt Juri wertvolle Tipps, wie Agenturen im Kontext politischer Kommunikation einen positiven Unterschied machen können und betont die zentrale Bedeutung von Vertrauen.

#102 mit Tobias Schiwek, CEO von We Are Era

„Marken brauchen eine Haltung und klare Werte, um eine loyale Community, um sich herum zu schaffen. Und wenn man es richtig macht, ist es nicht mutig, sondern eine Lebensversicherung.“

In dieser Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Tobias Schiwek, CEO des Berliner Medienunternehmens We Are Era, über das Thema Communities. Denn genau das ist es, was We Are Era antreibt: Die Relevanz von Communities und Storytelling mit Attitüde und Wertesystemen, die Gleichgesinnte rund um den Globus verbinden.

Heute arbeitet We Are Era mit mehr als 1500 Creators und Artists aus verschiedenen Bereichen zusammen. Im Jahr 2021 haben sie zudem die exklusive YouTube-Vermarktung vom Spiegel übernommen, der reichweitenstärksten Medienmarke auf YouTube in Deutschland.
Im Gespräch erklärt Tobias, wie We Are Era aus dem Zusammenschluss mehrerer Unternehmen entstanden ist und wie sie eine resiliente Organisation geschaffen haben, die Diversität und Zugehörigkeit fördert. Er erklärt, wie sie ihre Agentur klar positioniert haben und wie sie Psychographie und Wertesysteme nutzen, um ihre Zielgruppen besser zu verstehen.

Darüber hinaus diskutiert er mit Kim darüber, welche Rolle Menschen und Geschichten in der digitalen Welt spielen und wie Talentmanagement dazu beitragen kann, Communities aufzubauen. Tobias spricht auch über die Herausforderungen und Chancen für Marken in fragmentierten Zielgruppen und warum es wichtig ist, eine Haltung zu haben.

Tobias gibt uns auch einen Einblick in die Veränderungen der Agenturbranche und die Bedeutung von Performance und Community. Er verrät uns, wie We Are Era mit unterschiedlichen Kunden und Budgets arbeitet und welche zukünftigen Handlungsfelder sie sehen, wie z.B. Daten und Strategie, Social Commerce und die Stärkung der eigenen Community.

#101 mit Katja Metz, Teamlead Global Marketing Campaigns von E.ON

„Agenturen haben in den letzten Jahren einiges an strategischer Kompetenz verloren.“

In dieser Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Katja Metz, die Teamlead für die Global Marketing Campaigns von E.ON ist. Katja hat einen spannenden Werdegang hinter sich: Nach über 20 Jahren als Agenturmanagerin in großen Netzwerken wie Leo Burnett, Ogilvy und McCann hat sie vor zwei Jahren die Seite gewechselt und ist nun bei einem der größten Energiekonzerne in Europa tätig. Sie teilt ihre Einsichten aus beiden Perspektiven und gibt Tipps, wie Agenturen sich als strategische Partner ihrer Kunden positionieren können.

Katja erzählt, wie sie die globale Marketingkampagnen von E.ON entwickelt und umsetzt. Sie erklärt, wie sie die Zusammenarbeit mit den regionalen Teams gestaltet, die die lokalen Märkte und Bedürfnisse kennen und die Freiheiten haben, die Kampagnen an ihre Zielgruppen anzupassen.

Sie berichtet, von dem kürzlich durchgeführten Pitchprozess zur Suche einer neuen kreativen Leadagentur, ihren Bedürfnissen an einen neuen Partner und ein paar spannenden Beobachtungen im Prozess. Insgesamt wünscht Katja sich wieder mehr Meinungsstärke und weniger nach dem Mund reden.

#100 mit Sebastian Schirl, Managing Director von Bryan, Garnier & Co

„Profitabilität ist das neue Wachstum. Wer sich heute erfolgreich im Markt positionieren möchte, muss langfristig rentabel und wettbewerbsfähig sein.“

In der 100. Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Sebastian Schirl, Managing Director von Bryan, Garnier & Co, einer der führenden unabhängigen Investmentbanken über das Thema M&A Strategien. Im M&A Markt arbeitet er mit Techfirmen und Agenturen aus den Bereichen Advertising, Marketing und Digital Experience zusammen.

Das Team unter der Leitung von Sebastian analysiert regelmäßig den DACH-Markt, verfolgt langfristige Trends und überwacht die Performance. Im Gespräch erklärt er uns, welche Agenturtypen besonders gefragt sind, in welche Bereiche investiert wird und warum der Fit zwischen Investoren wie Accenture und Kreativagenturen wie Kolle Rebbe kein Selbstläufer ist.

Ein Blick in die Zukunft zeigt außerdem einen transformativen Shift durch die Künstliche Intelligenz (KI). Laut Sebastian werden bis 2024 drei von vier Content Assets durch KI generiert – ein Paradigmenwechsel, der die Branche grundlegend verändern wird. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit für Agenturen, messbarer zu werden – Profitabilität ist nicht nur Wunsch, sondern ein Schlüsselfaktor für nachhaltigen Erfolg.

Sebastian teilt zudem Einblicke, wie man den Unternehmenswert ermittelt und aktiv steigert, indem man auf Transparenz, Daten und Performance setzt. Unabhängig davon, ob Agenturen Verkaufsabsichten haben oder nicht, ist es entscheidend, die Trends, Potenziale und Wachstumsbereiche zu kennen, um sich strategisch gut für die Zukunft aufzustellen.

#99 mit Nico Ziegler, Inhaber und Geschäftsführer von segmenta

„Wir sind eher Farmer als Hunter.“

In der neuesten Folge von #WhatsNextAgencies führt Kim Alexandra Notz ein Gespräch mit Nico Ziegler, dem Inhaber und Geschäftsführer der Agentur segmenta, über die Kunst, Chancen zu ergreifen.

Ursprünglich ohne klaren Masterplan, jedoch mit einem ausgeprägten Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, teilt Nico seine interessante unternehmerische Reise. Diese führte ihn von der Agentur, die er gemeinsam mit seinem Bruder gründete und die sich auf Finanzmarktkommunikation konzentrierte, über FischerAppelt bis hin zu der damals zwölfköpfigen Agentur segmenta, die er von der damaligen Gründerin erwarb. Dank organischem Wachstum, kontinuierlichem Kompetenzausbau, gezielten Akquisitionen, Neugründungen und einer gehörigen Portion Opportunismus zählt die Agentur heute etwa 130 engagierte Mitarbeitende.

Doch wie gestaltet sich eine Agenturkultur, die das Erkennen und Nutzen von Opportunitäten im Fokus hat? Nico und sein Team setzen auf tiefgreifendes Kundenverständnis und enge Zusammenarbeit, die innerhalb der Agentur auf Kompetenzen statt auf Hierarchien setzt. Er hebt die Wichtigkeit von Freiheit, Vertrauen und fortlaufender Weiterentwicklung für seine Mitarbeitenden hervor, was den einzigartigen Spirit der Agentur prägt.

Im Gespräch mit Kim wird klar, dass Nicos Ansatz, Chancen zu erkennen und anzupacken, nicht nur für das Wachstum von segmenta von Bedeutung war, sondern auch eine lebendige, anpassungsfähige Unternehmenskultur geschaffen hat. segmenta ist nicht bloß eine Agentur; sie ist eine dynamische Einheit im Beta-Modus, stets bereit für kontinuierliche Erneuerung.

#98 mit Dr. Iris Heilmann und Jörn Langensiepen, GF von palmerhargreaves

„Agenturen haben keine Zeit zu verlieren, keine Zeit zu verschenken und keine Zeit zu verkaufen. Meine Vision ist es, dass wir durch KI-Lösungen effizienter und besser werden und ganz neue Geschäftsfelder entwickeln können.“

In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Dr. Iris Heilmann und Jörn Langensiepen, den Inhaber*innen und Geschäftsführer*innen der auf komplexe Themen spezialisierten Agentur palmerhargreaves zum Thema Entrepreneurship.

Die Geschichte von palmerhargreaves startete 1983 vor den Toren Birminghams, als Andrew Clift die Agentur mit seinem Partner gründete. Iris und Jörn fanden auf unterschiedlichen Wegen in die Geschäftsführung der Agentur. Mit dem Einstieg von Iris vor zehn Jahren führte ph schon früh die Bereiche PR und Werbung zusammen. 2020 übernahmen Iris und Jörn gemeinsam mit Susanne Hoffmann die Agentur im Rahmen eines Management-Buy-outs. Eine mutige Transaktion, noch dazu, weil sie eine Woche vor dem ersten Corona-Lockdown abgeschlossen wurde.

Seitdem ist viel passiert: Der Agentursitz wurde von England nach Deutschland verlegt, die internationalen Standorte in England und China allerdings gehalten – bis heute ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. Außerdem wurden die kreative Exzellenz und die strategische Beratung stark ausgebaut und ein eigener Bereich für Executive Kommunikation geschaffen.

2022 haben sie im Sinne des Intrapreneurships mit zwei Kolleg*innen exofarer als zweite Agenturmarke ins Leben gerufen, die einen daten- und techbasierten Fokus hat und gerade in der Beschäftigung mit den Chancen generativer KI eine wichtige Rolle für palmerhargreaves spielt. Im Gespräch teilen sie ihre Vision, wie KI nicht nur als Effizienz-Werkzeug, sondern auch als innovatives Geschäftsfeld genutzt werden kann. Sie haben sehr früh Expert*innen für Machine Learning und Prompting eingestellt und ein konkretes AI-Angebot entwickelt, zu dem folgende Bausteine gehören: Prompting-Masterclasses, Beratung im Bereich AI-Strategy-Roadmap und das Aufsetzen individueller CorporateGPTs bzw. Stables. Auch für 2024 bleibt die disruptive Kraft von KI und die Auswirkungen auf ihr Agentur-Geschäftsmodell das dominierende Thema.

#97 mit Marie-Josephine Ludewig, Director of Strategy & Communications von Joli Berlin

„Ich passe nicht gut in vorgefertigte Systeme. Darum hat mich das Mindset disruptiver Agencies schon immer besonders gereizt. Bei Joli Berlin habe ich die Möglichkeit meine Stärken optimal einzubringen.“

In dieser Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Marie-Josephine Ludewig (Josie), Director Strategy & Communications bei Joli Berlin, über das Thema Early Ownership. Im Zentrum steht diesmal die Frage, wie das Mindset einer Agentur aussehen sollte, das junge Talente wie Josie fordert und fördert und so genanntes Early Ownership ermöglicht. Also eine Umgebung schafft, in der Talente sich aus der Komfortzone trauen und früh Verantwortung übernehmen, um gemeinsam mit der Agentur zu wachsen.

Josie’s Werdegang hat sie von der Hamburg Media School über die Hamburger Agentur Pulse und weitere Agenturen zu Tinder und schließlich nach Berlin geführt. In diesen Jahren hat sie festgestellt, dass die etablierten Agenturen nicht das Richtige für sie sind. Sie war auf der Suche nach einem Umfeld, das sie pusht, an sie glaubt und sie in ihre Kraft kommen lässt. Gefunden hat sie es bei Joli Berlin, einer auf datengetriebenes Social Media Marketing spezialisierten Agentur. Hier spielen vier Faktoren eine wesentliche Rolle in der Weiterentwicklung junger Menschen: Anti-Komfort-Zone, Inkubator-Mindset, Early Ownership und „Energies up“.

Sie hat in den beiden Gründer*innen zwei Führungskräfte gefunden, die ihr früh Verantwortung übertragen und an ihre Stärken geglaubt haben. Wenige Jahre später ist nicht nur die Agentur danke jeder Menge Unternehmertum gewachsen, sondern auch für Josie geht es ins nächste kalte Wasser: Seit kurzer Zeit ist sie Geschäftsführerin und Miteigentümerin des frisch ausgegründeten Consulting-Ablegers von Joli Berlin.

#96 mit Nina Mönich Geschäftsführerin von Vier für Texas

„Selbstorganisation ist ein Kraftakt – vor allem wenn es darum geht, die Räume für autonomes Arbeiten zu halten.“

In dieser Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Nina Mönich, der Geschäftsführerin von „Vier für Texas“ zum Thema Co-Creation. Wie gelingt der Weg zur Selbstorganisation von Teams und mehr Entscheidungsfreiräumen?

Die Reise zu agileren Teams, die rollenbasierte Zusammenarbeit mit viel Entscheidungsfreiräumen zu leben begann mit der Corona-Pandemie. In diesem Prozess wurden die Texaner:innen von der Berliner Beratungsagentur „The Dive“ begleitet. Um den sogenannten „Loop-Approach“ weiter in die Agentur tragen zu können haben Nina und zwei weitere Kolleg:innen haben in diesem Zuge eine Ausbildung als „Loop Fellow“ gemacht. Der Begriff „Loop“ ist hier als Überzeugung zu verstehen, dass eine erfolgreiche Transformation nur Schritt für Schritt funktioniert.

Nina ist inzwischen die alleinige Geschäftsführerin der Texaner:innen und sagt, dass der Ansatz des rollenbasierten Arbeitens letztlich diesen Schritt für sie ermöglichte. Im selben Zuge können sich die Gründer durch diese Transformation über definierte Rollen weiterhin in die Organisation einbringen. Doch wie sieht diese spezielle Form der Organisation in der Praxis aus? Jede/r Mitarbeiter:in hat Rollen mit einem bestimmten Purpose inne und diese werden transparent an alle anderen Teammitglieder:innen kommuniziert. So weiß jede/r was wer warum tut und wo welche Verantwortung liegt. Bei dem Ablauf von Strukturentscheidungen setzt der Approach auf „Integrated Decision Making“. Das gesamte Konzept setzt auf ein hohes Maß an Transparenz, um Absprachen und Verantwortlichkeiten klar zuordnen zu können.

Außerdem sind Kund:innen dazu eingeladen, durch gemeinsame Workshops, Sync-Meetings und Retros, an dem co-kreativen Prozess teilzuhaben.

Der hohe Grad an Verantwortung, Selbstorganisation und Freiheit ist nicht für jede/n Mitarbeiter*in die optimale Arbeitsweise. Einige Texaner:innen merkten, dass dieser neue Weg nicht ihr Wunsch-Organisations- und Arbeitsmodell ist. „Vier für Texas“ setzt deshalb sehr stark auf ein gutes Onboarding, um neue Kolleg:innen gut in den Ansatz der Zusammenarbeit einzuführen.