What's Next, Agencies?

What's Next, Agencies?

#45 mit Mirko Kaminski, CEO Achtung!

#45 mit Mirko Kaminski, CEO Achtung!

Die Warnung Mirko Kaminskis, PR-Profi und CEO von Achtung!, ist zwar schon gute acht Jahre alt, könnte aber aktueller nicht sein: Der Agenturbranche gehen viele Talente verloren, teils weil sie nicht einmal um die Existenz der Agenturen als potenzielle Arbeitgeber wissen, teils weil sie zu den Unternehmen abwandern, die vermeintlich bessere Bedingungen bieten. Mirko ist davon überzeugt, dass Agenturen zu alter Strahlkraft zurückfinden müssen. In puncto Begehrlichkeit können sie sich z. B. vom OMR- oder Red-Bull-Prinzip eine dicke Scheibe abschneiden. Außerdem sollten Agenturen im Recruiting disruptive Wege gehen und z. B. auch Quereinsteiger:innen interessante Möglichkeiten bieten. Und ein ganz entscheidender Aspekt: (Agentur-)Räume müssen „Kulturstätten“ werden, in denen Stolz und Identifikation der Mitarbeitenden und die Mitarbeitenden selbst wachsen können.

Im Gespräch mit Kim Alexandra Notz gibt Mirko außerdem Einblick in die Hintergründe der permanenten Selbsterneuerung, die er mit Achtung! seit 20 Jahren durchläuft, und erklärt, was es mit seiner Achtung! Unternehmer:innenplattform auf sich hat.

Zu guter Letzt hat Mirko auch noch ein paar gute Tipps für Agenturen in puncto Eigenkommunikation: Achtung!, @Geschäftsführer:innen und Team Leads!

#44 mit Nina Haller, Managing Director Media.Monks

In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies öffnet Kim Alexandra Notz gemeinsam mit Nina Haller die Daten-Büchse der Pandora. Nina ist seit Anfang 2021 Managing Director von MightyHive (jetzt Media.Monks) und Teil des Management Board von Media.Monks Germany. Auch schon während ihrer Zeit in (Media-)Agenturen wie Accenture Interactive, Dentsu, Mediacom oder Group M war das Thema Data & Technology ihr ständiger Begleiter. Sie weiß, was es braucht, um eine Kreation datengestützt smarter und effektiver zu machen und darüber hinaus echten Mehrwert für den Konsumenten zu schaffen. Dazu sollten Unternehmen dringend auch einen Blick in die eigenen Daten, wie Analytics und CRM, werfen und den dort vorhandenen Datenschatz heben und mit Media verknüpfen.

In diesem Zusammenhang sprechen die beiden über Reverse Funnel Planning, darüber, an welcher Stelle der Customer Journey es die „Big Idea“ braucht und warum für das Marketing eine organisationale Transformation absolut unverzichtbar ist, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein.

#43 mit Marc Nabinger und Oliver Rosenthal von Google

In der neusten Folge spricht Kim Alexandra Notz mit den Google- und ehemaligen Agentur-Managern Marc Nabinger, der als Managing Director Agencies & Partners für die Beziehungen zu Kreativ- und Mediaagenturen und Unternehmensberatungen zuständig ist, und Oliver Rosenthal, Head of Creative Works in Central Europe.

Die beiden sehen aufgrund der zunehmenden Fragmentierung des Marktes vermehrt „Sand im Getriebe“ in der Agentur-Kunde-Beziehung. Die neue Unit Creative Works verstehen sie aber keinesfalls als Konkurrenz zu den Kreativagenturen, sondern als „Enabler“ für Agenturen und Kunden, Kreativität und Daten bestmöglich zusammenzubringen. Sie verraten, was sie sich für eine bessere Zusammenarbeit mit Kreativagenturen wünschen, um die vermeintlichen Gegensätze – Kreation und Data – zu einer bestmöglichen Creative Effectiveness zu führen. Etwas mehr Neugier und, provokant formuliert, intelligentere Fragen könnten Kreativagenturen dabei wieder zu höherer Relevanz verhelfen.

#42 mit Cornelia Kunze, Gründerin i-sekai und Dr. Mirjam Jentschke, Global Head of Brand Management für Siemens

Dr. Mirjam Jentschke, zuletzt als Global Head of Brand Management für Siemens Hausgeräte tätig und Gründerin der agilen Transformationsberatung fautLefaire und Cornelia Kunze, Gründerin i-sekai und ehemalige Deutschland-CEO und Asien Vice Chair bei Edelman, waren lange Jahre selbst in einer Agentur-Kunde-Beziehung. Mit etwas Abstand und absoluter Transparenz haben sie nun ein Buch darüber geschrieben, wie diese Beziehung effektiver, langfristiger und motivierender gestaltet werden kann.

In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies sprechen sie mit mir darüber, wie ein Perspektivwechsel dabei hilft, die großen und auch alltäglichen Herausforderungen zu überwinden. Und beide geben konkrete Tipps für die wichtigsten Schlüsselmomente in der Agentur-Kunde-Beziehung.

Außerdem geht es um Agenturmodelle, Feedbackprozesse, die Relevanz des beidseitigen – und übrigens auch fortlaufenden – Onboardings, Briefingprozesse sowie um das Potenzial erfolgreicher Kollaboration.

#41 mit Stephan Grabmeier, Geschäftsleitung Zukunftsinstitut

ZukunftsDesigner Stephan Grabmeier, Mitglied der Geschäftsleitung beim Zukunftsinstitut, engagiert sich für enkelfähiges Wirtschaften und berät Unternehmen bei der nachhaltigen Business Transformation. In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spreche ich mit ihm darüber, wie man sich der Zukunftsfrage für das eigene Unternehmen nähert.

„Die wirtschaftliche Zukunft von Unternehmen hängt nicht mehr nur vom Wachstum, sondern von einem nachhaltigen, sozialen Geschäftsmodell ab. Das Denken in unendlichen Zyklen ist dabei eine wesentliche Eigenschaft. Es geht nicht mehr um die Erfüllung kurzfristiger Quartalsziele, sondern um die Frage, wie lange man im Spiel bleibt. Umso wichtiger sich als Unternehmer*in die Frage zu stellen, wie man eine Kultur für das unendliche Spiel schafft.“

Mit Blick auf unsere Branche ist er überzeugt davon, dass Marketing in den meisten Fällen Teil des Problems und nicht Teil der Lösung ist, aber die Kraft hat, die Dinge zum Besseren zu treiben. Marken können also wichtige Transformer für eine nachhaltige Welt sein. Sinnvoll auch für den Erfolg des Marketings selbst, denn das Zugehörigkeitsgefühl von Menschen zu Marken nimmt in der Sinnökonomie zu. Als wichtigste Erfolgsfaktoren für die Transformation nennt er übrigens Konsequenz und Glaubwürdigkeit des eigenen Handelns, sog. „believe updates“.

Außerdem sprechen wir über #transformingbrands, Megatrends, die er als „Lawinen in Zeitlupe“ bezeichnet, Denkmuster, den sog. „Future Room“ und den homo cooperativus. Und Stephan erklärt, warum die VUCA- von der BANI-Welt gerade abgelöst wird.

#40 mit Marianne Heiß, CEO der BBDO Group Germany

„Wir müssen das Paradoxon der Unvereinbarkeit von Familie und Karriere auflösen und Strukturen schaffen, in denen beides möglich ist – und zwar ohne das schleichende Gefühl, einem von beiden Bereichen nicht ausreichend gerecht werden zu können.“ Davon – und davon, dass die Zukunft des Managements weiblich sein wird, ist Marianne Heiß, CEO der BBDO Group Germany überzeugt.

In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spreche ich mit ihr über Female Empowerment, Arbeitsmodelle der Zukunft und Mental Health.

In der Pandemie spüren wir alle eine mentale Belastung, die beispielsweise aus der Doppelrolle mit Beruf, Kinderbetreuung und Homeschooling oder aus der Isolation und fehlenden persönlichen Kontakten resultiert. Die BBDO Group Germany hat Anfang des Jahres gemeinsam mit der Psychologin Dr. Barbara Grohsgart ein digitales, individuelles Mental Health Coaching für alle Mitarbeitenden ermöglicht und wird dieses Programm auch künftig als festen Bestandteil anbieten, denn eines ist klar: die Herausforderung der Balance wird uns bleiben.

Für Mitarbeitende wird außerdem das Thema Werte und Sinn immer wichtiger. In diesem Kontext offenbart Marianne einen interessanten Blickwinkel: „Kreation war mal Teil der Popkultur. Es würde uns gut stehen, wenn wir unsere Arbeit wieder mehr als kulturelles Gut begreifen und anerkennen würden.“ Der Wert unserer Arbeit sollte im Fokus stehen – damit begeistern wir nicht nur junge Talente von unserer Branche, sondern können auch wirtschaftlich erfolgreich agieren.

#39 mit Robin Houcken, Gründer und CEO der Looping Group

„Die Aufteilung in PR und Marketing ist aus Empfängersicht unsinnig. Diese Erkenntnis ist zwar in den Unternehmen angekommen, aber das Kommunikationsmanagement ist noch nicht auf eine sinnvolle Integration und Orchestrierung beider Disziplinen ausgelegt, weil Organisationsstrukturen etabliert wurden, die perfekt für die alte Welt waren.“, sagt Dr. Robin Houcken, Gründer und CEO der Looping Group.

In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies plädiert er dafür, Marketing und PR in einer redaktionellen Gesellschaft konsequent zusammenzudenken und fordert Marketingverantwortliche dazu auf, wie Medienunternehmen zu agieren und serielle Formate zu entwickeln, die die eigene Marke zum Sender machen.

Außerdem geht es um die Frage, wie die Kunst des Storytellings sinnvoll mit der Wissenschaft der Daten verbunden werden kann, was man vom Teamwork in redaktionellen Umfeldern lernen kann und wie die Perspektive von Push zu Pull verschoben werden und damit ein Paradigmenwechsel im Marketing stattfinden kann.

Last but not least gewährt uns Robin einen Blick darauf, wie sie kürzlich – trotz Pandemie und Brexit – ein internationales Team in London aufgebaut haben und welche Erfolgsfaktoren dabei eine Rolle spielen.

#38 mit Peter Figge, Vorstand und Partner von Jung von Matt

„Starke Marken haben eine ambivalente Herausforderung: Sie müssen ihren Kern bewahren. Und um ihn bewahren zu können, müssen sie sich kontinuierlich selbst erneuern.“ Peter Figge, Vorstand und Partner von Jung von Matt (JvM) ist überzeugt davon, dass Agenturen immer wieder den Status Quo hinterfragen, aber gleichzeitig respektieren sollten, dass es einen Kern gibt, der sehr wichtig ist und der gemeinsam von allen geschützt werden muss.

Mit Peter Figge spreche ich in der neuen Folge von #WhatsNextAgencies über erfolgreichen Generationenwechsel, unternehmerische Freiheit sowie über Internationalisierung und Digitalisierung als große Treiber der Zukunft. Peter sieht das Geheimnis einer starken Kreativkultur im bedingungslosen Fokus auf kreative Produktexzellenz und dem Glauben an die Kraft des Unerwarteten.

In dieser Folge erfahrt ihr auch, warum JvM trotz starker Marke „kantonal verschieden“ ist und mutige Gründer anzieht, die aber nicht kre-naiv sein dürfen. Und was es mit der Einnordung auf sich hat, durch die Peter die neuen Kolleginnen und Kollegen führt.

#37 mit Monika Schürholz, Gründerin von MIIICX

Von der Top-Strategin Monika Schürholz von der Unternehmensberatung MIIICX gibt es in der neuen Folge von #WhatsNextAgencies 10 starke Thesen zur Zukunft der Agenturen:

1) Agenturen sind Unternehmen, die ihr Produkt nicht verstehen.

2) Die vernachlässigte K&K Kultur: Kreativität & KnowHow (unsere ureigenste DNA) als verkümmerte Beinchen

3) Money als Mindset: Warum wir uns schwertun, den Wert der Kreativität zu platzieren.

4) Kastrierte Lust: Effizienzvorgaben als Killer KPIs für Kreativität und Inszenierung

5) Growth Faktor Glam: Wir brauchen mehr Stars und Diven als Vorbilder unserer Branche.

6) Self created misery: Agenturen haben sich auf projektabhängiges Auftragserfüllungs-Niveau reduzieren lassen.

7) Ressourcenverschwendung: In der unternehmerischen Diversity Diskussion kommt das Thema „Age“ zu kurz.

8) Showstopper Silostrukturen: Laterales Denken hat kein Platz in linearen Kästchen.

9) Transformation ist Einstellungssache: Ein CDO allein macht noch keine Digitale Transformation.

10) Der Schwachsinn von ausgelagerten Innovations-Inkubatoren: Ein vorprogrammiertes „Lose-Lose“ Szenario.

10 wirklich gute Gründe um reinzuhören!

#36 mit Stefan Nagel & Friedrich Tromm, Gründer von Try No Agency

„Wir wollten damals die überkommene Werbewelt mit einem disruptiven Ansatz angreifen“, sagt Stefan Nagel, Gründer und Geschäftsführer von Try No Agency.

In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies erzählen er und sein Kollege und Mitgründer Friedrich Tromm, von ihren Beweggründen eine neue Art von Agentur zu schaffen. Was sie aus ihren Erfahrungen in der Agenturwelt weggelassen und was sie mitgenommen haben und wie ihr hybrides Agenturmodell funktioniert.

Sie arbeiten seit ihrer Gründung schwerpunktmäßig mit Start-ups zusammen, schätzen die Dynamik, den Pragmatismus, den Antrieb der Gründer*innen alles zu messen und laufend zu verbessern sowie die Entscheidungsfreudigkeit auf Kundenseite. In solchen Fällen sind sie gern bereit sich auf erfolgsbasierte Vergütungsmodelle einzulassen.

Friedrich ist überzeugt: „Wahre Kreativität zeigt sich eigentlich erst, wenn Du auch mit beschränkten Mitteln was zaubern kannst.“