Vom Talent-Matching zum eigenen YouTube-Studio | Philipp Haeberlin-Collet
Thema: Vom Talent-Matching zum eigenen YouTube-Studio – wie fount.space Produktion immer wieder neu gedacht hat
„Ich muss nicht schneller produzieren, sondern ich muss die Architektur, wie ich Entscheidungen treffe, anders bauen.“
In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Philipp Haeberlin-Collet, Executive Producer und Co-Founder von fount.space und Scretch, darüber, wie sich Produktion neu denken lässt, und warum es dabei längst nicht mehr nur darum geht, Projekte schneller oder günstiger umzusetzen.
Mit fount.space wollten Philipp und sein Co-Founder ursprünglich eine Plattform schaffen, die neues Produktionstalent mit Agenturen und Unternehmen zusammenbringt. Aus dem Talent-Matching entwickelte sich jedoch ein anderes Modell: Heute verbindet fount.space Produktionskompetenz mit Organisationsentwicklung und hilft Teams dabei, Strukturen zu schaffen, in denen Entscheidungen schneller getroffen und neue Talente sinnvoll integriert werden können. Denn für Philipp liegt einer der größten Hebel moderner Produktion nicht in der Ausführung selbst, sondern in der Art, wie Agenturen, Kunden, Produktion und Talente miteinander arbeiten.
Im Gespräch geht es deshalb auch darum, was Agenturen von diesem Ansatz lernen können. Philipp plädiert dafür, Producing deutlich früher in kreative und strategische Prozesse einzubinden und die Rolle aus der reinen Umsetzung zu lösen. Gerade in einer Produktionswelt, in der Plattformen, Formate und KI die Anforderungen permanent verändern, werden Menschen wichtiger, die neue Talente erkennen, unterschiedliche Skills zusammenbringen und Verantwortung für die Machbarkeit übernehmen. Produktion wird damit vom letzten Glied im Prozess zunehmend zum strategischen Interface nach außen.
Zum Schluss richtet sich der Blick auf Scretch, das Philipp gemeinsam mit Channel 2 gegründet hat. Hier trifft Produktionskompetenz auf tiefes YouTube-Know-how mit dem Ziel, Kanalwachstum nicht über einzelne Kampagnen oder möglichst viel Content zu erzeugen, sondern langfristig und planbar aufzubauen. Auch dahinter steckt die gleiche Idee: Produktion nicht vom Output aus zu denken, sondern vom Ziel und Prozesse, Talente und Inhalte konsequent danach auszurichten.