What's Next, Agencies?

What's Next, Agencies?

#38 mit Peter Figge, Vorstand und Partner von Jung von Matt

#38 mit Peter Figge, Vorstand und Partner von Jung von Matt

„Starke Marken haben eine ambivalente Herausforderung: Sie müssen ihren Kern bewahren. Und um ihn bewahren zu können, müssen sie sich kontinuierlich selbst erneuern.“ Peter Figge, Vorstand und Partner von Jung von Matt (JvM) ist überzeugt davon, dass Agenturen immer wieder den Status Quo hinterfragen, aber gleichzeitig respektieren sollten, dass es einen Kern gibt, der sehr wichtig ist und der gemeinsam von allen geschützt werden muss.

Mit Peter Figge spreche ich in der neuen Folge von #WhatsNextAgencies über erfolgreichen Generationenwechsel, unternehmerische Freiheit sowie über Internationalisierung und Digitalisierung als große Treiber der Zukunft. Peter sieht das Geheimnis einer starken Kreativkultur im bedingungslosen Fokus auf kreative Produktexzellenz und dem Glauben an die Kraft des Unerwarteten.

In dieser Folge erfahrt ihr auch, warum JvM trotz starker Marke „kantonal verschieden“ ist und mutige Gründer anzieht, die aber nicht kre-naiv sein dürfen. Und was es mit der Einnordung auf sich hat, durch die Peter die neuen Kolleginnen und Kollegen führt.

#37 mit Monika Schürholz, Gründerin von MIIICX

Von der Top-Strategin Monika Schürholz von der Unternehmensberatung MIIICX gibt es in der neuen Folge von #WhatsNextAgencies 10 starke Thesen zur Zukunft der Agenturen:

1) Agenturen sind Unternehmen, die ihr Produkt nicht verstehen.

2) Die vernachlässigte K&K Kultur: Kreativität & KnowHow (unsere ureigenste DNA) als verkümmerte Beinchen

3) Money als Mindset: Warum wir uns schwertun, den Wert der Kreativität zu platzieren.

4) Kastrierte Lust: Effizienzvorgaben als Killer KPIs für Kreativität und Inszenierung

5) Growth Faktor Glam: Wir brauchen mehr Stars und Diven als Vorbilder unserer Branche.

6) Self created misery: Agenturen haben sich auf projektabhängiges Auftragserfüllungs-Niveau reduzieren lassen.

7) Ressourcenverschwendung: In der unternehmerischen Diversity Diskussion kommt das Thema „Age“ zu kurz.

8) Showstopper Silostrukturen: Laterales Denken hat kein Platz in linearen Kästchen.

9) Transformation ist Einstellungssache: Ein CDO allein macht noch keine Digitale Transformation.

10) Der Schwachsinn von ausgelagerten Innovations-Inkubatoren: Ein vorprogrammiertes „Lose-Lose“ Szenario.

10 wirklich gute Gründe um reinzuhören!

#36 mit Stefan Nagel & Friedrich Tromm, Gründer von Try No Agency

„Wir wollten damals die überkommene Werbewelt mit einem disruptiven Ansatz angreifen“, sagt Stefan Nagel, Gründer und Geschäftsführer von Try No Agency.

In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies erzählen er und sein Kollege und Mitgründer Friedrich Tromm, von ihren Beweggründen eine neue Art von Agentur zu schaffen. Was sie aus ihren Erfahrungen in der Agenturwelt weggelassen und was sie mitgenommen haben und wie ihr hybrides Agenturmodell funktioniert.

Sie arbeiten seit ihrer Gründung schwerpunktmäßig mit Start-ups zusammen, schätzen die Dynamik, den Pragmatismus, den Antrieb der Gründer*innen alles zu messen und laufend zu verbessern sowie die Entscheidungsfreudigkeit auf Kundenseite. In solchen Fällen sind sie gern bereit sich auf erfolgsbasierte Vergütungsmodelle einzulassen.

Friedrich ist überzeugt: „Wahre Kreativität zeigt sich eigentlich erst, wenn Du auch mit beschränkten Mitteln was zaubern kannst.“

#35 mit „Mr. Media“ Thomas Koch

„Dass Media und Kreation sich voneinander entfernt haben, halte ich für den größten Fehler in der Werbebranche. Ich wäre im Moment ungern Chef einer großen Mediaagentur“, sagt Thomas Koch, besser bekannt als „Mr. Media“.

In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies bringt er ungeschönt auf den Punkt, warum die Mediaagentur in ihrer heutigen Form keine Zukunft hat. Das hat aus seiner Sicht viele Gründe, aber eins steht fest: „Wenn Du Händler bist, kannst Du nicht beraten.“

Warum Ideen tausendmal wichtiger sind als Daten, warum nur 20% der Online-Werbeinvestitionen bei der Zielgruppe ankommen, warum fehlende Öffentlichkeit für Marken der Tod ist, was es mit „Füllmaterial“ in Mediaplänen auf sich hat, warum der TKP als Währung längst ausgedient hat und warum er als Werbungtreibender nicht gut schlafen könnte. Um all das geht es in der neuen Folge.

#34 mit Dirk Huesmann, Vorstandsvorsitzender von wirDesign

„Empathie könnt ihr von mir nicht erwarten, ich helfe Euch aus dem alten Schlamassel rauszukommen und ein vernünftiges, neues System aufzubauen. Das waren die Worte unseres Coaches zum Start unseres Transformationsprozesses. Er hat hart mit dem Hammer draufgehauen, damit wir uns von den alten Vorstellungen lösen“, sagt Dirk Huesmann, Vorstandsvorsitzender von wirDesign.

In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies erzählt er ausführlich über den Generationenwechsel bei der inhabergeführten 80-köpfigen Designagentur, vom neuen Organisationsmodell und warum ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis dabei eher im Weg steht.

Ganz konkret geht es um hierarchiefreies, selbstorganisiertes Arbeiten, Empowerment als wichtigste Rolle von Führungskräften, und die Frage, ob Dirk seitdem mehr oder weniger schlaflose Nächte hat.

#33 mit Liane Siebenhaar und Fabian Frese, Geschäftsführung von Kolle Rebbe

„Ich glaube, wenn wir uns mehr auf Kreation besinnen, sind wir noch stärker. Weniger Kopf und mehr Herz“, sagt Fabian Frese, Geschäftsführer Kreation bei Kolle Rebbe. Er und seine Kollegin Liane, Geschäftsführerin Creative Strategy, sind in der neuen Folge #WhatsNextAgencies die Gäste von Kim. Sie erzählen nicht nur von den Strategien zur Verknüpfung von Daten und Kreation sondern auch vom Kulturclash bei der Übernahme durch Accenture, dem aktuellen Kampf um das Aufrechterhalten der Agenturkultur und ihren Ideen für das Arbeiten „nach Corona“.

Außerdem geht es um das teils „absurde Hierarchiesystem“ der Agenturbranche und die Vorreiterrolle von Kolle Rebbe bei der Trennung von Fach- und Führungskarrieren. Denn Fabian findet: Wir sollten aufhören, kreatives Talent kaputt zu befördern. Gute Kreative sind nicht immer gute Manager*innen.

Der ultimative Buchtipp von Liane: „Lemon – how the advertising brain turned sour“. Ein Buch, das erläutert, wie sich die Zunahme des abstrakten Denkens in der Gesellschaft verbreitet hat und wie dies die Kreativität untergräbt und Werbung weniger effektiv macht. Die gute Nachricht: Dieser Zustand kann wieder umgekehrt werden!

#32 mit Christian Rätsch, CEO bei Saatchi & Saatchi

„Wenn man alles sein muss, ist die Gefahr für nichts zu stehen“, sagt Christian Rätsch über den Weg zurück zur eigenen DNA. Die gruppenweite „Power Of One“-Strategie der Publicis Groupe bietet Saatchi & Saatchi die Möglichkeit, sich wieder auf ihren Markenkern zu konzentrieren: Kreativität.

Das ist aber nur einer der Insights, die Christian mit uns teilt. In der neuen Folge geht es auch um den USP und das Operating System der Kreativagentur, kundenzentrische Ausrichtung, die Weiterentwicklung von Client Leadern, Big Data und ruinöse Pitches.

Kim und Christian sind sich außerdem einig: Die Rückkehr des CMOs steht bevor. Denn er wird als wesentlicher RoI-Treiber zur zentralen Wertschöpfungsinstanz und übernimmt Verantwortung für eine nutzerzentrische Unternehmensführung.

#31 mit Marcel Loko, Gründer & CEO Hirschen Group

„Die Leute sind schlauer als sie denken. Man muss sie nur machen lassen“, sagt Marcel Loko. In der neuen Folge #WhatsNextAgencies geht es um die Frage, wie der Arbeitsalltag in Agenturen nach Corona aussehen kann und wieviel Freiheit sinnvoll ist. Marcel berichtet von den „work new“-Konzepten bei der Hirschen Group und diskutiert mit Kim über neue Bürokonzepte, ortsunabhängiges Recruiting und die Facetten hybrider Arbeitsmodelle. Und natürlich geht es um die wichtige Frage, die uns alle umtreibt: Wie erhalten wir uns in dieser neuen Arbeitswelt die Agenturkultur oder entwickeln sie weiter? Denn eins ist klar, auch das x-te digitale Format kann die Kultur nicht verbessern, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen.

#30 mit Hannah Johnson und Alexander El-Meligi von Demodern

„Welcome to flatland“ heißt es in der neuen Folge #WhatsNextAgencies – und im Mitarbeiter*innen-Onboarding bei Demodern. Alexander El-Meligi, Gründer der Digitalagentur, und Hannah Johnson, Director Storytelling, sprechen mit Kim über ihre internen Strukturen: flache Hierarchien, eigenverantwortliche Teams, Feedbackprozesse mit Kolleg*innen statt Führungskräften, Shared Leadership, regelmäßiges Coaching für jeden,…

Konsequent flache Hierarchien sind in Agenturen noch nicht so weit verbreitet. Alex und Hannah erzählen, warum sich Mut bei diesem Thema auszahlt:
„Mitarbeiter sind glücklicher und erzielen bessere Ergebnisse, wenn sie eigenverantwortlich an den Problemen des Kunden arbeiten, anstatt nur für eine Freigabe eines Vorgesetzten“, sagt Alex.

„Unsere Projekte entstehen durch ständiges Prototyping und Testing. Dafür braucht es zwingend ein kollaboratives Arbeitsmodell. Mit klassischen Hierarchien würden wir an der Komplexität solcher Projekte scheitern“, ergänzt Hannah.

#29 mit Susan Schramm, Vice President & Chief Marketing Officer von McDonald's Deutschland

„Ich würde mir wünschen, dass Agenturen sich mehr an der Innovationsentwicklung beteiligen“, sagt Susan Schramm. Bei McDonald’s ist der Agenturpartner der verlängerte Arm der Marketingabteilung und ein wichtiger Impulsgeber – bei dem es neben der Kreativität aber auch auf exzellente Operations ankommt.

Sie und Kim sprechen in der neuen Folge #WhatsNextAgencies unter anderem über die Vor- und Nachteile von langen Agentur-Kunden-Beziehungen und sind sich einig: Kreative Challenger in ein Projekt zu holen, kann wahnsinnig bereichernd sein – in Form einer anderen Agentur oder eines neuen, internen Kreationsteams – ohne das als Misstrauensvotum für die Bestandsagentur zu verstehen.

Außerdem gibt Susan spannende Einblicke in die Struktur des Marketingteams bei McDonald’s, ihre Rolle als Marken- und Sales-Verantwortliche und die Gestaltung sowie den Ablauf des letzten Pitches.